Customer-Targeting – Die wirkliche Interaktion mit Website-Besuchern

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E-Commerce gewinnt für Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Allein die Umsätze im elektronischen Handel durch private Konsumenten lagen 2006 in Deutschland bei insgesamt 46 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Business-to-Business-Bereich erreichte der Umsatz mit gewerblichen Kunden sogar 392 Milliarden Euro. Diese Ergebnisse des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) unterstreichen, dass sich das Internet und damit die Websites von Unternehmen neben stationärem Handel und dem traditionellen Versandgeschäft fest als dritter Vertriebskanal etabliert haben. Umso wichtiger ist es für Firmen ihren Internetauftritt so zu optimieren, dass dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann.


Websites als Multifunktionsmedium

Der Internetauftritt von Unternehmen ist längst nicht mehr nur eine Visitenkarte nach außen. Firmen wickeln ihre Geschäfte zu großen Teilen über das Online-Medium ab. Neben dem direkten Verkauf oder dem Abschluss von Transaktionen unterstützen Websites Unternehmen dabei, den Kauf in einem realen Geschäft vorzubereiten. Außerdem nutzen potenzielle Kunden das Internet, um sich über Produkte und Leistungen von Unternehmen zu informieren.

Betrachtet man das große Potenzial von Websites im Bereich des E-Commerce, ist es umso erschreckender, dass die meisten Verantwortlichen in Unternehmen deren Gestaltung vernachlässigen. Noch zu häufig kommt es vor, dass Interessenten Transaktionen oder Käufe frühzeitig abbrechen und dadurch Umsätze verloren gehen. Meist ist dafür die schlechte Benutzerführung auf der Website verantwortlich, die den potenziellen Kunden die wirklich interessanten Informationen überhaupt nicht oder nur nach mühsamem Suchen einblendet.

Irrelevante Werbeinhalte, uninteressante Links oder Fehlermeldungen führen immer wieder dazu, dass Interessenten entnervt aufgeben und auf Informationen von Wettbewerbern zurückgreifen. Gewinn- und Umsatzpotenziale werden so nicht ausgeschöpft. Um den Online-Handel dennoch erfolgreich zu gestalten, müssten Websites an die wirklichen Bedürfnisse und Anforderungen der Nutzer angepasst werden.


Websites an die wirklichen Bedürfnisse der Nutzer anpassen

Die meisten Unternehmen orientieren sich jedoch kaum an den Bedürfnissen der Besucher oder bieten Interessenten eine möglichst hochwertige virtuelle Beratung. Sie beschränken sich lediglich darauf, statistische Daten zu ermitteln.

Anhand dieser Informationen versuchen Firmen – wenn überhaupt - ihre Website zu optimieren. So werden Seitenabrufe pro Besucher, Verweildauer, Abbruchquoten oder Klick-Pfade erfasst und erst ausgewertet, nachdem der Interessent die Website bereits wieder verlassen hat. Solche passiven Methoden der Datenerfassung unterstützen potenzielle Kunden nicht bei ihrer direkten Informationssuche, während sie sich auf einer Website bewegen.

Um Interessenten wirklich weiterzuhelfen und ihnen eine Hilfestellung zu bieten, die einer Beratung im realen Geschäft soweit wie möglich entspricht, sollten Unternehmen in interaktive Software-Lösungen investieren. Nur so können Online-Transaktionen und -Käufe auch wirklich umgesetzt werden.


Customer Targeting macht Online-Shops zu Kundenberatern

Customer Targeting Software analysiert das Verhalten von Website-Besuchern, sobald ein Interessent die Website "betritt". In einem ersten Schritt erfasst ein Tracking-Programm das Bewegungs- und Klickverhalten und leitet aus diesen Informationen in Echtzeit die Interessens- und Bedürfnislage der potenziellen Kunden ab. So wird das Anklicken bestimmter Informationsfelder, Vor-Zurück-Bewegungen über entsprechende Buttons oder das Aufrufen angebotener Hilfeseiten registriert.

Die gesammelten Daten werden parallel zu den Bewegungen der Interessenten und entsprechend konkreter, vorher festgelegter Verhaltens- und Bedürfnismuster klassifiziert. So können verschiedene Nutzertypen unterteilt werden, die individuelle Bedürfnisse haben und nach speziellen Informationen suchen. Wird ein solcher Nutzertyp erkannt, blendet die Software sofort die Inhalte ein, die dem Verhalten des Interessenten am besten entsprechen und gibt potenziellen Kunden damit eine situationsbezogene Hilfestellung während sie sich auf einer Website bewegen. Website-Besucher finden dadurch gezielter die Informationen, die sie für den Abschluss ihrer Kauf- oder Transaktionsprozesse wirklich benötigen.


Sicherheit beim Customer Targetings

Bei der Sammlung und Verarbeitung der Nutzerprofile muss der Datenschutz durchgängig gewährleistet werden.

    Beispiel: Die Customer Targeting-Software netmind von Mindlab anonymisiert alle Informationen über die Website-Besucher sofort und wertet diese mittels festgelegter Regeln Personenunabhängig aus. Neben den Nutzerdaten werden auch Unternehmensinformationen zuverlässig vor Missbrauch geschützt.
Eine Customer Targeting-Software sollte transparent zwischen Client und Server arbeiten und damit Unternehmensdaten in den eigenen Firmensystemen belassen. Diese Lösung ist am sichersten für sensible Daten, verglichen mit anderen Ansätzen der Webanalyse und des Webcontrollings, bei denen die im Tracking erfassten Informationen an Server außerhalb des Unternehmens oder sogar ins Ausland weitergeleitet werden. Dort kann oft nicht mehr nachvollzogen werden, was mit den Daten von Kunden oder Unternehmen geschieht oder wie sie weiterverwendet werden.


Interaktive Websites

Customer Targeting-Software unterstützt Website-Betreiber grundlegend dabei, die Bedürfnisse und Verhaltensweisen ihrer Besucher besser zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Solche Lösungen geben Unternehmen eine sehr ausgefeilte Technologie an die Hand, durch die sie über ihre Website mit potenziellen Kunden in eine wirkliche Interaktion treten und gezielt auf die Interessen und Bedürfnisse der Besucher reagieren können.

Interessenten werden so betreut, wie dies bisher nur durch einen klassischen Verkäufer mit Expertenwissen in einem realen Geschäft möglich war. Gleichzeitig erhöht sich durch die individuelle Ansprache und die auf die speziellen Anforderungen zugeschnittenen Angebote die Wahrscheinlichkeit, dass ein Online-Kauf oder eine Transaktion erfolgreich abgeschlossen werden. Je nach Anwendungsfall sind Steigerungsraten bei Online-Abschlüssen bis zu 30% möglich. Nur so können Unternehmen ihre Umsätze und Gewinne durch E-Commerce zuverlässig steigern und ihre Potenziale voll ausschöpfen.

Diese Wettbewerber bieten Lösungen zur Webanalyse und zum Webcontrolling an, die auch als Behavioural Targeting bezeichnet werden: Mindlab, Etracker, Webtrends, Omniture, Nedstat

03/2007, Susanne Köhler



Susanne Köhler verantwortet bei Mindlab die Bereiche Finanzen und Marketing und ist Mitgründerin des Unternehmens.


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