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Wege aus der drohenden Krise - Trends 2009

hybris sieht dem Jahr 2009 optimistisch entgegen. Nach Einschätzung des Münchner Herstellers von Standardsoftware für Multi-Channel Commerce und Communication können Händler dem drohenden Abschwung mit dem richtigen Mix aus Online- und Offline-Strategien trotzen: "Wenn der Handel clever agiert, wird der Umsatz trotz der Wirtschaftskrise
steigen", ist Ariel Lüdi, CEO der hybris-Gruppe überzeugt. "Der Handel
sollte seine aktuelle Strategie kritisch prüfen und sich für 2009
Flexibilität bewahren, um schneller auf wechselnde Markanforderungen und
Kundengepflogenheiten reagieren zu können."
Die Experten von hybris haben neun Trends identifiziert, die den Handel –
online und offline – 2009 bestimmen werden:
Trends 2009
Cross-Channel – online informieren, offline kaufen oder umgekehrt
Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Herausforderung und der Absatzgarant
für 2009: Jetzt geht es nicht mehr nur darum, Präsenz über mehrere Kanäle
hinweg zu zeigen und diese gleichzeitig für den Vertrieb zu nutzen. Händler
müssen die verschiedenen, bereits von Konsumenten genutzten Kanäle sinnvoll
miteinander vernetzen, um den unterschiedlichen Kaufverhaltensmustern
gerecht zu werden. Nur mit einem Cross-Channel-Ansatz erreichen Händler die
Kunden da, wo die Kaufentscheidung getroffen wird – ob im Geschäft, im
Internet oder beim Lesen eines Katalogs.
Collaborative Shopping – von Kunde zu Kunde
Persönliche Interaktion wird 2009 zum Must-have im Online-Handel:
Shopping-Clubs und integrierte Kunden-Communities gewinnen weiter an
Bedeutung. Gemeinsam Trends setzen, Designer und neue Produkte beurteilen
und Erfahrungen austauschen: Darauf zielen Collaborative-Shopping-Angebote
ab.
Mobile Shopping – auf allen Kanälen mobil
Mit dem mobilen Internet wird das Handy zum vollwertigen Shopping-Guide.
Viele Händler bieten bereits heute die Option mobiles Einkaufen – optimierte
Webshops für mobile Endgeräte oder schneller Informationsaustausch via
Tell-a-Friend-Funktionen erschließen dieses Kundensegment. Auch in punkto
Werbeaktionen wird das Handy zum Instrument des Handels. So können zum
Beispiel Rabattgutscheine unmittelbar beim Betreten eines Geschäftes aufs
Handy gesendet werden – in Japan und Südkorea bereits gang und gäbe.
Social Commerce – Comeback der Beratung
Social Commerce ist das Comeback der Beratung. Unter dem Motto "Konsumenten
beraten Konsumenten" steht die aktive Beteiligung der Kunden, die
persönliche Beziehung sowie die Kommunikation der Kunden untereinander 2009
im Vordergrund. Der Austausch erfolgt zum Beispiel, indem Kunden
Einkaufslisten mit Lieblingsangeboten in ihren Weblogs veröffentlichen oder
über so genannte Social-Commerce-Portale. Die unabhängigen Portale dienen
der Händler- und Produktbewertung – prominente Beispiele sind ciao.de oder
billiger.de.
Shop-Optimierung – das Richtige auf einen Klick
Dieser Trend wird den Online-Absatz 2009 bestimmen: Shopbetreiber müssen
konsequent und ständig an Angebot und Image arbeiten. Schlagworte wie
Behavioural Targeting, Searchandising und Shop-Personalisierung beherrschen
die Branche. Individualisierte Angebote und käufergerechte Inhalte basierend
auf Verkaufsstatistiken und errechneten Produktempfehlungen machen einen
Shop unter vielen zur ersten Wahl.
Online Shopping B2B – der Händler als Kunde
Die Umsätze im elektronischen Handel wachsen in Deutschland stetig,
besonders stark im B2B-Sektor. Ein Trend, der 2009 anhält. Ein gutes
Beispiel: Der Prämienshop für B2B-Kunden von Coca Cola Beverages. Über eine multi-mandantenfähige Basis kann das Unternehmen seine verschiedenen
Zielgruppen – Endkunden, Handel und Gastronomie – ohne doppelte Datenhaltung individualisiert ansprechen.
Security – sicher Einkaufen im Web
Sicherheit im Web, ein heiß diskutiertes Thema: Vermeintlich anfällige
Methoden wie Internet-Bezahldienste (PayPal oder ClickandBuy) werden nur
langsam als Alternative akzeptiert. Noch heute können bei vielen Online-Shops sensible Daten mit Hilfe einfacher Angriffe wie SQL-Injection
gestohlen oder manipuliert werden. Moderne Web-Shops sollten sich 2009 durch
Sicherheit im Zahlungsverkehr und klar definierte Prozesse in der
Auftragsabwicklung beweisen und dabei auf die Expertise professioneller
Shop-Software vertrauen.
Customer Self Service – Kosten senken, Service erhöhen
Die Wirtschaftskrise gefährdet 2009 die Gewinne im Online-Handel. Der Ausweg
über Kosteneinsparungen ist leider oftmals mit Qualitätsverlust im
Kundenservice verbunden. Über integrierte Self-Service-Funktionen beugen Online-Händler kostengünstig dem Verlust der Servicequalität vor und erhöhen zugleich die Effizienz ihrer Geschäftsbeziehung. In der Praxis können Webshops zum Beispiel durch die Bereitstellung einer Knowledge-Base oder eines Ask&Answer-Portals ohne teure Call-Center-Beratung Kundenfragen beantworten und so einen optimalen Service bieten.
The Long Tail Catalog – Absatz über Sortimentstiefe und –breite
Ein Portal für alles – Amazon macht es vor: Angefangen von Büchern über CDs
bis hin zu Consumer-Electronic-Angeboten, umfasst die Auswahl alles, was der Kunde wünscht. Für 2009 sollten Händler auf kostengünstige Wege zur Sortimentserweiterung setzten, denn ein umfangreiches Angebot verspricht
höheren Absatz. Eine PIM-basierte Datenhaltung ermöglicht, die Content-Pflege zu optimieren und externe Datenquellen wie Lieferanten und Service Provider einzubinden. Auch von Kunden generierte Inhalte sind
einfach integrierbar.01/2009, Ariel Lüdi

|  | Ariel Lüdi ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der hybris AG. hybris liefert Software-Lösungen für das Management von Produktinformationen und Katalogdaten sowie für die Ausgabekanäle E-Commerce und Print.
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