Online-Shopping: Gesundheitsprodukte haben die größten Marktchancen

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Der Kauf von Medikamenten, Stärkungsmitteln und Vitaminprodukten aus dem Netz wird deutlich zunehmen. Unter insgesamt 29 untersuchten Produktgruppen des elektronischen Handels via Internet sind Gesundheitsprodukte diejenigen, die das größte Marktpotenzial haben. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse aus dem Online Shopping Survey 2004, einer Gemeinschaftsstudie der Marktforschungsinstitute ENIGMA GfK und TNS Infratest.

Im Jahr 2003 haben zwar erst 830.000 Internetnutzer rezeptfreie und rezeptpflichtige Medikamente, Stärkungsmittel und Vitaminpräparate über das Internet erworben und dabei pro Kauf durchschnittlich knapp 40 Euro ausgegeben. Über 5 Millionen Verbraucher aber können sich vorstellen, gesundheitsfördernde Medikamente zukünftig per Mausklick direkt nach Hause zu bestellen.

Die Anbieter solcher Produkte können in den nächsten Jahren mit zwei- oder sogar dreistelligen Wachstumsraten rechnen. Begünstigt wird diese Aussicht durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG), mit dem seit Jahresbeginn die rechtlichen Rahmenbedingungen für Online-Apotheken in Deutschland geklärt wurden. Die Verbraucher müssen sich nun nicht mehr in einer Grauzone bewegen, sondern können die attraktiven Angebote im Internet legal nutzen.

Steigendes Interesse für Schönheitsprodukte

Auch für Gesichts- und Körperpflegeprodukte sowie dekorative Kosmetik bietet das Internet ein großes Wachstumspotenzial. Während im letzten Jahr bereits 1,8 Millionen Internetnutzer ihre Gesichts- und Körperpflege online bestellt haben, können sich dies in Zukunft weitere 4,9 Millionen Personen vorstellen. Dekorative Kosmetik und Parfums aus dem Netz haben im Jahr 2003 1,7 Millionen Verbraucher bezogen, hier gibt es ein zusätzliches Potenzial von 4,5 Millionen eShoppern.

Waschmaschinen und Fernseher aus dem Internet

Zunehmend decken die Deutschen auch ihren Bedarf an elektronischen Haushaltsgroßgeräten und Unterhaltungselektronik im Netz. So kauften im Jahr 2003 1,4 Millionen Verbraucher ihre Haushaltsgroßgeräte wie zum Beispiel Wasch- oder Spülmaschinen im Internet ein. Darüber hinaus gibt es für dieses Segment ein zusätzliches Käuferpotenzial von 3,7 Millionen Personen. Noch stärker wird der elektronische Handel mit TV-, Video- und HiFi-Geräten wachsen. Während im vergangenen Jahr 2,9 Millionen Internetnutzer ihre Unterhaltungselektronik im Web orderten, können sich dies weitere 6,2 Millionen Deutsche künftig vorstellen.

Gute Karten für Anbieter in Wachstumsbereichen

Für Online-Händler, die sich nicht auf die "Klassiker" des E-Commerce wie beispielsweise Bücher, CDs oder Bekleidung beschränken, bieten die wachstumsstarken Produktkategorien des elektronischen Handels große Chancen. Allerdings werden sich die Anbieter künftig auch intelligente Lösungen für die Lagerhaltung und kundengerechte Zustellung der teilweise platzintensiven oder empfindlichen Güter überlegen müssen.

Zur Studie

Der Online Shopping Survey (OSS) ist eine gemeinsame Studie von ENIGMA GfK und TNS Infratest. Im Januar und Februar 2004 wurden insgesamt 1.035 deutsche Internetnutzer zwischen 14 und 69 Jahren telefonisch zu den Themen Internetnutzung, Rolle des Internets beim Einkauf in 29 Produkt- und Dienstleistungsbereichen sowie zum Thema Online-Banking befragt. Die komplette Studie kann zum Preis von 5.000 Euro netto bei den unter www.gfk.de bezogen werden.

08/2004, GfK Gruppe

Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 5 der Marktforschungs-unternehmen, ist in den vier Geschäftsfeldern Consumer Tracking, Non-Food Tracking, Medien und Ad Hoc Forschung aktiv.


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