Open-Source-Anwendungen weit verbreitet und von hoher Bedeutung

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Eine neuer Bericht des Leading Edge Forums (LEF) von CSC zeigt auf, dass die Zahl und Vielfalt der Open-Source-Anwendungen rasch zunimmt. Sie werden sowohl in der Verwaltung als auch für Systeme mit hohen Transaktionsvolumina genutzt. Open Source steigere die Effizienz, spare Kosten, verbessere die Qualität und verändere die Entwicklung und Vermarktung von Software. LEF ist das Innovationsforum von CSC zur Förderung neuer Technologien.

Die Studie mit dem Titel "Open Source: Open for Business." beschreibt detailliert, wie und warum Open Source sich zunehmend als Alternative durchsetzt, liefert Fallbeispiele, skizziert eine Vielzahl von Produktarten und listet in einem fundierten Anhang einschlägige Websites auf. Darüber hinaus enthält die Studie auch detaillierte Informationen über weniger bekannte lizenzpolitische und rechtliche Konsequenzen.

Der Reiz von Open Source besteht darin, dass es kostenlos ist. Jeder kann es benutzen oder modifizieren, ohne dafür Lizenzgebühren bezahlen zu müssen. Wenn Office-Lösungen ca. 300 US-$ pro Arbeitsplatz - bzw. drei Mio. US-$ in einem Unternehmen mit 10.000 Beschäftigten - kosten, sind beträchtliche Einsparungen möglich.

Hinzu kommt, dass Entwickler gerne Teil einer globalen Gemeinschaft sind, die ihre Fähigkeiten zu schätzen weiß und anerkennt. Kooperation ist die Norm. Die Gemeinschaft lebt von der gemeinsamen Nutzung von Know-how in einer Kultur, in der es um Teilnahme anstelle von Gewinnerzielung geht.

Folglich werden Anwendungen kontinuierlich entwickelt und verbessert, für neue Zwecke eingesetzt und um Fehler bereinigt. Angesichts dieser Vorteile überrascht es nicht, dass Open Source eine wesentliche Rolle in Anwendungen spielt, in denen erfolgskritische Leistung unerlässlich ist. Die führende internationale Nachrichtenagentur Associated Press wickelt täglich Hunderttausende von Transaktionen mit ihrer MySQL-Datenbank ab. Google bearbeitet an die 200 Millionen Suchvorgänge pro

Tag mit über 100.000 Linux-Computern, die auf viele verschiedene Rechenzentren verteilt sind. Die U.S. Navy verwendet das System Insight, für das CSC über 150.000 Zeilen Open Source Code geschrieben integriert hat, für das Management der Betriebsumgebung umfangreicher, verteilter Echtzeitcomputersysteme und konnte so Softwareentwicklungskosten in Millionenhöhe einsparen. Die NASA nutzt Open-Source-Technologie in ihrer Mars Exploration Rover Mission. Motorolas futuristisches Smart Phone A760 beruht auf Embedded Linux. Daneben wird Open Source Software auch in Finanztransaktionen, dem Land-Warrior-Programm der U.S. Army sowie Ausweiskartensystemen eingesetzt.

Finanzinstitute in Deutschland arbeiten an einem gemeinsamen Code, der kostengünstigere Alternativen zu Enterprise-Application-Integration (EAI)-Werkzeugen liefern soll. Obwohl sie miteinander konkurrieren, würden alle Beteiligten von billigerer und qualitativ höherwertiger Software profitieren. Bei handelsüblichen EAI-Produkten können Lizenzgebühren in Millionenhöhe anfallen.

Im Gegensatz zu den Annahmen, die der Begriff hervorruft, sind Open-Source-Anwendungen sehr sicher und bilden die Grundlage für führende Sicherheitssoftwarepakete. Die CSC-Applikation H.E.A.T. (Hydra Expert Assessment Technology), ein Sicherheitstool zur Identifizierung von Schwachstellen in unternehmensweiten Informationssystemen, wurde mit Open-Source-Komponenten entwickelt. CSC konnte dadurch seine Kosten reduzieren und die Entwicklungszeit beträchtlich verkürzen.

Linux, die bekannte Open-Source-Plattform auf Unix-Basis, rangiert an zweiter Stelle nach Microsoft Windows NT unter den Server-Betriebssystemen und gewinnt zunehmend an Dynamik. Analysten prognostizieren, dass der Umsatz der Linux-Plattformen bis 2007 mehr als vier Mal so schnell wachsen wird wie der Branchendurchschnitt.

In den Bereich Open Source Software fallen auch Middleware wie der Auskunftsdienst OpenLDAP oder die Verschlüsselungssoftware OpenSSL, Serversoftware wie JBoss Application Server und Samba für File Sharing sowie Desktopsoftware wie das Büropaket OpenOffice und der Browser Mozilla Firefox.

Die Studie wirft aber auch rechtliche und organisatorische Fragen auf, welche die Nutzungsmöglichkeiten von Open-Source-Produkten einschränken. Die Open Source Software mag zwar kostenlos sein, unterliegt aber dennoch Verpflichtungen. Wenn es sich nicht um allgemein verfügbare Public Domain Software handelt, gelten für den Zugriff bestimmte vom Eigentümer festgelegte Nutzungsbedingungen bzw. Lizenzkonditionen. Außerdem müssen sich Anwender von Open-Source-Applikationen auf ein verändertes Service-, Pflege- und Weiterentwicklungsmodell ohne verantwortlichen Produkthersteller einstellen.

Hier ist die komplette Studie verfügbar (PDF-Download)...

09/2004, CSC Ploenzke AG



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