Gartner: Unternehmen investieren 20 Milliarden US-Dollar in nicht notwendige IP-Telefone

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In EMEA werden die Ausgaben für IP-Bildschirm-Telefone auf mehr als fünf Milliarden US-Dollar geschätzt

Laut Gartner werden bis zum Jahr 2010 Unternehmen unnötigerweise 20,3 Milliarden US-Dollar in teure IP-Bildschirm-Telefone investieren. In Europa, dem mittleren Osten und Afrika liegen die Ausgaben dabei bei mehr als fünf Milliarden US-Dollar.

Gartner empfiehlt, dass Unternehmen vor der Anschaffung der teuren IP-Telefone mit Bildschirm genau abwägen, ob sich diese rentieren. Die Analysten raten nur jenen Unternehmen dazu, die keine PCs an den Arbeitsplätzen stehen haben, wie dies etwa im Verkauf oder der Gastronomie der Fall ist. Für alle anderen Branchen empfehlen die Analysten Unified Communication-Anwendungen(UC), also andere Kommunikationstools wie etwa Instant Messaging in Verbindung mit einem günstigeren IP-Telefon ohne Bildschirm.

"Viele Unternehmen ersetzen die alten Telefone mit neuen, schicken IP-Bildschirm-Telefonen. Allerdings nutzen die meisten Mitarbeiter die neuen Telefone genauso wie ihre alten, mit wenigen neuen Extras, wie etwa der Anzeige der verpassten Anrufe oder das Adressbuch", erklärt Analyst Bob Hafner. "Ironischerweise steht das IP-Telefon in den meisten Unternehmen direkt neben einem PC-Bildschirm, das eine viel bessere Auflösung hat."

Weitere Trends und Marktanalysen zur IP-Telefonie werden auf dem Gartner "Enterprise Networking Summit 2006" vorgestellt, die Konferenz findet vom 14. bis 16 November in Las Vegas statt.

18.08.2006, Magda Brzakala