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Software Marke "Eigenbau" nicht mehr gefragt

Immer seltener entwickeln Unternehmen benötigte Software selbst, der Anteil von Programmen Marke "Eigenbau" liegt mit 20,6 Prozent knapp auf Vorjahresniveau. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "IT-Budget 2006" der InformationWeek, die gemeinsam mit dem Consultingunternehmen Steria Mummert www.steria-mummert.de ausgewertet wurde. Ein Fünftel der befragten 563 IT-Verantwortlichen plant Software künftig verstärkt von externen Anbietern zu beziehen. Lediglich 14,2 Prozent gaben an, mehr Geld für hauseigene Softwareentwicklung ausgeben zu wollen.
"Eigensoftware findet sich vor allem in Großkonzernen", meint Birgit Eckmüller, Unternehmenssprecherin von Steria Mummert. Je größer das Unternehmen, desto höher ist der Anteil an eigener Software. Es sind Betriebe mit mehr als 2.000 Mitarbeiter, die nach wie vor mehr eigenen als externen Anwendungen vertrauen. "Diese Applikationen sind für sehr spezielle Anforderungen und Aufgaben programmiert. Derartige Software ist am freien Markt nicht zu erhalten", so Eckmüller. Proprietäre Systeme finde man vor allem im Finanzsektor. Hier liegt der Anteil bei knapp 40 Prozent.
Mittelständische Betriebe sind dagegen eher bereit, Software extern einzukaufen. In Unternehmen mit einer Größe zwischen 20 und 100 Mitarbeitern sinkt der Anteil selbst entwickelter Programme unter den Durchschnitt auf 16 Prozent. Die Unternehmen, die ihre Eigenleistungen im Bereich Softwareentwicklung zurückfahren, wollen mit externen Programmen vor allem ihre IT stärker standardisieren sowie Abläufe effizienter machen. Die IT-Entscheider, die noch immer auf eigene Software setzen, argumentieren andersherum. Gerade in individuell angepassten Systemen sieht mehr als die Hälfte einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. 14,3 Prozent der Unternehmen ist es wichtig, mit selbst programmierter Software flexibel und unabhängig zu sein.
Fremdvergabe sei jedoch nicht nur für die Softwareentwicklung ein Thema, sondern betreffe auch andere Aufgaben der IT-Abteilungen, so die Studienautoren. 31,8 Prozent der befragten Unternehmen haben ihre IT in diesem Jahr ganz oder teilweise outgesourct - ein Plus von sieben Prozent gegenüber 2005. IT-Outsourcing werde besonders von Unternehmen ab einer Größe von 500 Mitarbeitern bevorzugt, die zum Teil über 50 Prozent ihres IT-Bedarfs mit externen Kräften bestreiten. Auch hier ist der Finanzsektor führend, wo durchschnittlich 57,4 Prozent der IT-Leistungen extern vergeben wird. Zugekauft werden vor allem IT-Bereiche, wie beispielsweise das Rechenzentrum (52,5 Prozent), der IT-Support (37,4 Prozent) sowie die Programmierung und Entwicklung (36,4 Prozent). 27.11.2006, Andreas List, pressetext.deutschland

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