Cyber-Terrorismus bedroht US-Banken - Al Kaida plant angeblich virtuellen Angriff

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US-Sicherheitsbehörden haben die Banken in den Vereinigten Staaten vor einem möglichen Cyber-Terroranschlag gewarnt. Angeblich plane die extremistische Organisation Al Kaida einen virtuellen Schlag gegen die US-Finanzwelt. Wie das Wall Street Journal berichtet, wolle die Terrororganisation Rache für Guantanamo-Häftlinge verüben. Ein Sprecher der Regierungsbehörde ist dennoch um Ruhe bemüht. Die Gefahr sei nicht akut, die Banken sollen aber vorgewarnt sein. Internet-Terror ist mittlerweile rund um den Erdball ein Thema, das allerdings häufig auch künstlich hochgespielt wird. "Natürlich beschäftigen wir uns auch mit dieser Bedrohung, aber ich denke, man kann sich als Bank auch gut dagegen wehren", erklärt Wolfgang Benisek, Security CEO der Bank Austria http://www.ba-ca.com, im Interview mit pressetext.

Im Allgemeinen seien die Hacker-Attacken außerdem seit 2004 deutlich zurück gegangen, so Benisek weiter. "Die Bank Austria hat noch nie einen finanziellen Schaden durch Cyper-Terrorismus erlitten." Das Problem sei ein beobachtetes, aber kein wirklich akutes. Offizielle Beweise für die Al Kaide-Pläne gibt es zudem nicht. Die Warnung der US-Behörden folgte auf ein Internetposting eines Sympathisanten der Terrorgruppe und gilt nun für den gesamten Monat Dezember. Die Finanzinstitute zeigen sich auch in den USA relativ entspannt: Derlei Ankündigungen würden von Zeit zu Zeit vorkommen, die aktuelle Warnung habe aber keine Veränderung der Sicherheitsvorkehrungen nach sich gezogen.

Die US-Finanzinstitute sind grundsätzlich eine der best-gerüsteten Branchen in Hinblick auf Cyber-Attacken. Da sich die Banken ohnehin täglich mit Angriffen von Viren und Würmern beschäftigen müssen, verfügen die meisten über ein hervorragendes Sicherheitssystem. Besonders seit den Anschlägen vom 11.September trifft die Industrie durchwegs strenge Vorkehrungen. Die Branche ist nach den aktuellen Warnungen auf der Hut, aber nicht panisch.

Laut Experten plane Al Kaida das Versenden von Internetwürmern und -viren an Banken-Webseiten, um die Geldinstituten beim Service an den Kunden zu stören. "Bankentransaktionen laufen niemals einfach über das Internet, das wäre natürlich viel zu unsicher", sagt Benisek gegenüber pressetext. Dafür gebe es ganz eigene Verbindungen. Internetviren und Trojaner könnten bestenfalls die Homepage lahm legen. "Wir sind generell stark gegen Cyber-Angriffe gerüstet." In Österreich habe es auch noch nie eine offizielle Warnung vor Internetattacken gegeben.

04.12.2006, Claudia Zettel, pressetext.austria




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