E-Shopping: Frauen sehen beim Online-Kauf genauer hin

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Die Hälfte der Kundinnen wünscht sich vergrößerbare Produktfotos / Jeder dritte Mann setzt auf Empfehlungen Dritter

Frauen nehmen den Einkauf im Internet stärker unter die Lupe als Männer. Fast jede zweite Verbraucherin wünscht sich bei der Shoppingtour durch das Web vergrößerbare Produktfotos. Zum Vergleich: Bei den Männern sind es nur 40 Prozent. Der Grund liegt im unterschiedlichen Einkaufsverhalten. Während der männliche Konsument das Geld bevorzugt für Massenwaren, wie beispielsweise Elektrogeräte, ausgibt, interessiert sich die weibliche Kundschaft stärker für individuelle Produkte, wie beispielsweise Kleidung (54 Prozent). Deshalb wünscht sich jede zehnte Frau virtuelle Anproben. Das ist das Ergebnis der Studie "E-Shopping-Trend 2006" von novomind in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handelsblatt.com.

Vor allem bei den Serviceansprüchen im Onlineshop gehen die Interessen zwischen den Geschlechtern auseinander. Zwar werden übereinstimmend Kundenbewertungen gewünscht (Mann: 65 Prozent, Frau: 63 Prozent), um sich beim Einkaufsbummel über die virtuellen Marktflächen inspirieren zu lassen. Doch beim genaueren Hinsehen schwindet die Harmonie. Denn bevor sich die Kundin für den Kauf entscheidet, möchte sie wissen, ob die Artikel auch zu ihr passen. Vier von zehn Damen wünschen sich daher eine dreidimensionale Produktansicht und die Möglichkeit, Farben individuell zu kombinieren. Bei den Männern legt darauf weniger als jeder Dritte Wert. Die männlichen Endkonsumenten setzen bei der Produktauswahl dagegen verstärkt auf die Tipps Dritter.

So verlässt sich jeder Dritte beim Online-Kauf auf Verbraucherempfehlungen, wie beispielsweise "Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, haben auch diese Artikel gekauft". Hingegen nutzen nur 18 Prozent der Frauen die praktischen Ratschläge als Entscheidungshilfe. Gemessen an der Altersstruktur legen vor allem die 21- bis 30-Jährigen sowie die 31- bis 40-Jährigen großen Wert auf eine neutrale Beratung. Zwei Drittel beider Altersgruppen hören auf unabhängige Ratschläge, die sich nicht zuletzt auf die Wahl des virtuellen Marktplatzes auswirken. So machen 36 Prozent der Endverbraucher ihre Entscheidung für oder gegen eine Shopping-Plattform von den Erfahrungen abhängig, die sie oder Bekannte bereits gesammelt haben.

Die aktuelle Studie "E-Shopping-Trend 2006" von novomind entstand im Juni 2006 in Kooperation mit wiwo.de und handelsblatt.com. Schwerpunkt der Untersuchung war die Frage, wo die derzeitigen Trends im E-Shopping und bei virtuellen Marktplätzen liegen. An der Onlinebefragung haben 506 Endkunden teilgenommen.

13.12.2006, novomind AG




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