Verbraucher setzen auf Service beim Online-Kauf

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Die Zahl der Onlineshopper in Deutschland stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf insgesamt 27 Millionen. Gleichzeitig nehmen die Ansprüche der Kunden an die virtuellen Warenhäuser zu. Doch nur rund jeder zehnte Verbraucher gibt an, dass sich der Service im Web seit 2004 verbessert hat. Die Wunschliste der Endkonsumenten ist daher lang. Das Hauptbegehren: Zwei von drei Kunden wollen beim Kauf im Web durch Erfahrungsberichte anderer Verbraucher über die einzelnen Produkte inspiriert werden. Weiter besteht der Wunsch, die Waren aus der Nähe zu begutachten, da der Kunde sie nicht anfassen kann. Mehr als jeder dritte Kunde fordert deshalb virtuelle Einkaufshilfen, wie beispielsweise vergrößerbare Fotoansichten. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie "E-Shopping-Trend 2006" von novomind in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handelsblatt.com.

Die Servicenachfrage der Verbraucher beim Einkauf im Internet ist ungebrochen. Dabei setzen die potenziellen Kunden jeden Alters vor allem auf den Rat Dritter. So möchten fast sieben von zehn der 14- bis 50-Jährigen beim Einkaufsbummel im Web Kundenempfehlungen als Entscheidungshilfe heranziehen. Bei den 51- bis über 60-Jährigen ist es jeder Zweite. Auch bei der Shopauswahl spielen die praktischen Tipps eine entscheidende Rolle. Mehr als jeder dritte Verbraucher gibt an, dass er im virtuellen Kaufhaus einkauft, mit dem er selbst oder ein Bekannter bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Vor allem Jugendliche verlassen sich auf die Ratschläge der Freunde. Mehr als die Hälfte der 14- bis 20-Jährigen kauft in einem Onlineshop ein, mit dem sie selbst oder Bekannte bereits gute Erfahrungen gemacht haben.

Bei der jungen Generation ebenso hoch im Kurs stehen virtuelle Wunschlisten. So beabsichtigen 70 Prozent der 14- bis 20-Jährigen Verbraucher, ein Verzeichnis der Lieblingsprodukte im Internet einzustellen, damit Freunde und Verwandte sie nicht mehr mit falschen Geschenken überraschen. Der effektive Freundschaftsdienst soll die Unternehmen jedoch etwas kosten. Denn fast jeder fünfte Kunde erwartet, dass er für die Anwerbebemühungen durch ein Bonussystem belohnt wird. Bei den 31- bis 40-Jährigen macht sogar fast jeder Dritte die Hand auf. Auch beliebt bei den reiferen Onlineshoppern sind visuelle Einkaufshilfen, wie vergrößerbare Produktfotos.

Während sich im Durchschnitt nur vier von zehn Verbrauchern die Fotofunktion mit Zoom beim Einkaufsbummel durchs Internet wünscht, ist es bei den 41- bis 50-Jährigen mehr als jeder Zweite. Einen Rund-Um-Blick auf die Ware erwarten vier von zehn der Verbraucher bis 40 Jahren. Weniger hoch im Kurs stehen dagegen individuelle Suchprofile und das Vorgangstracking (beide 15 Prozent).

Die aktuelle Studie "E-Shopping-Trend 2006" von novomind entstand im Juni 2006 in Kooperation mit wiwo.de und handelsblatt.com. Schwerpunkt der Untersuchung war die Frage, wo die derzeitigen Trends im E-Shopping und bei virtuellen Marktplätzen liegen. An der Onlinebefragung haben 506 Endkunden teilgenommen.

20.12.2006, novomind AG