E-Commerce: Online-Shops erfolgreich kaufen und verkaufen

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Theoretisch macht es das Internet einem jedem Unternehmer sehr leicht, seinen einmal gestarteten Online-Shop zu verkaufen. Schließlich müssen, anders als bei einem klassischen Laden, deutlich weniger materielle Güter den Besitzer wechseln, da sich ein Großteil des Business digital abspielt. Theoretisch! Praktisch ist die Koordination von Anbieter und Nachfrager beim Verkauf von Online-Shops noch immer recht schwierig. Das könnte sich aber bald ändern.

Ein Marktplatz für Online-Shops?

Es gibt viele Gründe, selbst einen erfolgreich laufenden Online-Shop zu verkaufen. Vielleicht möchte man die Branche wechseln? Oder sich einem anderen Projekt anschließen? Übrig bleiben meist eine funktionierende Domain inklusive laufendem Shop zusammen mit einem bereits erfolgreich etablierten Kundenstamm. Es wäre doch schade, wenn diese mühsam akquirierten Erfolge schlicht verloren gingen, oder nicht?

In den meisten Fällen gibt es jemanden, der sich über die angesammelten Daten und Angebote durchaus freuen würden – ganz so, wie auch in der analogen Welt ein Unternehmen nur in den seltensten Fällen schlicht verschwindet. Nur wie finden Anbieter und Abnehmer zusammen? Auf Plattformen wie Mayba.de können Unternehmer ihren Shop samt Domain wie auf einer Auktionsplattform anbieten und an den Höchstbietenden vergeben.

Schon mit einigen wenigen Kerninformationen, beispielsweise zu den angebotenen Produkten und dem bislang erwirtschafteten Umsatz, kann das Angebot für interessierte Käufer durchaus interessant werden. Oft tummeln sich hier vielversprechende Projekte, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht weitergeführt werden können. Eine wahre Fundgrube für clevere Unternehmer.

Einsteigen als Unternehmer im E-Commerce – Warum nicht mit einem fertigen Shop?

Wenn man schon so leicht Online-Shops kaufen und verkaufen kann, wieso sollte man sich dann überhaupt noch die Mühe machen, einen eigenen Online-Shop mühsam von Beginn an aufzuziehen? Diese Frage stellt sich angesichts eines sich der Sättigung annähernden Markt für E-Commerce mehr und mehr. Beinahe jede Sparte ist online bereits ausgeschöpft, viele Shops laufen sehr gut und selbst die Suche nach einer passenden Domain wird von Jahr zu Jahr schwieriger.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich dieser Markt sehr bald ändern wird und in Zukunft auch den Gesetzen des analogen unternehmerischen Feldes gehorcht. Pfiffige Investoren werden sich daran machen, gute und zum Verkauf stehende Online-Shops der Reihe nach aufzukaufen und in ihre Obhut – sprich: in ihre Muttergesellschaft – zu nehmen. Wenn die Absatzzahlen nicht stimmen, wird ein kleineres Projekt kurzerhand saniert oder schlicht wieder verkauft. Das klingt nach bösem Großkapital, ist in Wahrheit aber ein Segen für E-Commerce.

So entstehen Stück für Stück neue Möglichkeiten für wirklich innovative Projekte, während mittelmäßig gut laufende Shops gleichzeitig nicht zwangsläufig den Bach runtergehen müssen. Vor allem die Kunden wird der belebte Wettbewerb am Ende zugute kommen: Sie profitieren von den Konsequenzen des harten Wettbewerbs und können mit einer großen Auswahl, einem hervorragenden Angebot und international wettbewerbsfähigen Preisen rechnen. Die Zukunft des E-Commerce bleibt spannend.