Facility Management – Strategischer Prozess zur Werthaltung und Wertsteigerung

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Die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden oder Teilen davon wird als Liegenschaftsverwaltung, Objektbetreuung oder Facility Management bezeichnet. Zu den Aufgabengebieten eines Facility Managers zählen unter anderem die Durchführung von Projekten im Rahmen von Gebäudesanierungen, Umbauten und die technische Optimierung von Anlagen.

Der Facility Manager sorgt für den langfristigen Erhalt der Bausubstanz, von Anlagen und von Einrichtungen. Während in beinahe allen anderen Unternehmensbereichen schon zahlreiche Strategiemaßnahmen zur Auswahl stehen, wird das Facility Management erst geringfügig als strategischer Prozess erkannt.

Das Berufsbild des Hausmeisters

Der Beruf des Hausmeisters, auch Hauswart oder Hausbesorger genannt, setzt eine handwerkliche Ausbildung als Elektriker, Installateur, Tischler oder ähnlichem voraus. Eine langjährige Berufserfahrung in einer vergleichbaren Position oder im gelernten Handwerksberuf wird von den Arbeitgebern meist erwartet. Zu den Aufgaben des Hausmeisters zählen die Behebung technischer oder elektronischer Probleme sowie kleine Reparaturen und Wartungsarbeiten.

Werden externe Fachmänner für Reparaturen beauftragt, überwacht der Hausmeister diese Arbeiten. Diese große Aufgabenbandbreite erfordert Analysefähigkeiten und Verhandlungsgeschick. Häufig befindet sich die Wohnung des Hausmeisters im selben Gebäude, das er betreut, was zu einem Naheverhältnis zu den Mietern und Eigentümern führt und dementsprechend gewisse Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeiten fordert.

Weitere Aufgabengebiete des Hausmeisters können sein: Sommer- und Winterdienst, Kontrolle von Heizungs- und Lüftungsanlagen, Übergabeprotokolle, Ablesen von Zählerständen sowie Sauberhalten von Wegen und Grünflächen. Wer auf der Suche nach qualifizierten Anbietern ist sollte sich beispielsweise den Hausmeisterservice Berlin anschauen.

Die universitäre Ausbildung zum Facility Manager

Im Gegensatz zur handwerklichen Berufsausbildung zum Hausmeister handelt es sich beim Studium des Facility Managements um einen universitäre Ausbildung, welche an diversen Hochschulen angeboten wird. Bautechnisches und betriebswirtschaftliches Verständnis sowie praktisches Verständnis von Haustechnik und Organisationsgeschick sind bei der Wahl dieser Ausbildung erforderlich.

Administrative Aufgaben im Unternehmen umfassen das Verwalten von Gebäudeplänen, die Dokumentation von Prüfberichten, Betreuung des Fuhrparks und die Handhabung von versicherungstechnischen Anliegen. Facility Management kann als ganzheitlicher und strategischer Managementansatz verstanden werden, dessen Aufgabe es ist, die Bereitstellung, Funktionalität und marktgerechte Aktualität von Gebäuden, ihren Systemen und Prozessen sowie das notwendige Personal hierfür kontinuierlich zu gewährleisten.

Der wirtschaftliche Wert und die Qualität von Liegenschaften und Infrastruktur soll langfristig erhalten und gesteigert werden. Unternehmen setzen Facility Manager ein, um Verbesserungs- und Kostensenkungspotenziale bei Liegenschaften, Einrichtungen und Infrastruktur sowie bei den dazugehörigen Prozessen zu ermitteln.

Zukunftsaussichten für Facility-Management-Dienstleistungen

Vor allem durch die neuen modernen Immobilien mit immer aufwendigerer Einrichtung steigt die Wirtschaftsleistung der Facility-Management-Branche schnell an. Mehr als zwölf Milliarden Euro werden von der Facility-Service-Branche im Jahr allein in Österreich erwirtschaftet. Auch die wachsende Digitalisierung, zB bei der Kameraüberwachung, stellt immer neue Anforderungen an das technische Knowhow der Facility Manager.

Die ständige automatisierte Kommunikation mit Anlagen erfordert rasche Handlungen beim Servicepersonal. Die Nachfrage nach den Services steigt. Die daraus resultierenden höheren Kosten erfordern ein effizientes Facility Management, um Prozesse zu optimieren und die Kosten abfangen zu können.