Money Management bei Geldanlagen: Strategien für Trader

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Nonwarit Pruetisirirot/123RF.COM

Eine der wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Traders ist die Kontrolle über sein Geld. Das klingt zunächst banal, entpuppt sich aber beim näheren Hinsehen als echte Herausforderung. Money Management bedeutet, sich zunächst einen exakten Überblick über das zur Verfügung stehende Kapital zu beschaffen und anhand dessen zu entscheiden, wie viel davon für welche Investition geeignet ist. Dieser Artikel zeigt, wie das gelingt.

Wie viel Geld kann ich überhaupt investieren?

Das zur Verfügung stehende Investitionskapital ist nicht gleich der Summe an Geld, die jemand besitzt oder auftreiben kann. Überhaupt sollte Geld nur investiert werden, wenn es tatsächlich ‚übrig‘ ist, wenn es also nicht dafür da ist, den täglichen Bedarf zu decken oder gegen eventuelle Risiken abzusichern. Hier zeigt sich bereits die erste Schwierigkeit: Hin und wieder kommt es in Leben zu Umbrüchen, an denen man dringend Geld braucht, was eben noch ‚übrig‘ war.

Es gilt, solche Umbrüche langfristig einzuplanen, auch wenn sie eventuell nie stattfinden. Der zweite wichtige Punkt beim Money Management ist erfolgreichen Glücksspielern als sogenanntes Bankroll-Management bekannt: Das strategische Einsetzen von Beträgen und das realistische Abwägen von Risiken. Anfänger machen immer wieder den Fehler, einen Großteil ihres Kapitals oder sogar das komplette Kapital auf eine vielversprechende Option zu setzen .

Ähnlich wie beim Glücksspiel gibt es diesbezüglich genug Erfolgsstorys, wie jemand auf diese Art und Weise schnell reich geworden ist. Die Regel sind solche Fälle jedoch nie und es hat nichts mit einem klugen Money Management zu tun, risikobehaftete Optionen zu suchen, die äußerst hohe Gewinne versprechen.

Stetige Vermehrung und breite Streuung

Professionelle Anleger vertrauen auf ein gesundes Verhältnis zwischen Sicherheit und Risiko. Sie planen die langfristige Vermehrung ihres Kapitals in die weite Zukunft hinein und haben mit einem guten Risikomanagement damit in der Regel auch Erfolg. Zunächst schaffen sie Sicherheit in ihrem Portfolio, indem sie ihr Kapital auf sehr viele verschiedene Optionen streuen. Manche davon können sicherer sein, andere wiederum sind mit einem höheren Risiko verbunden.

Wichtig ist, dass sich Risiko und Sicherheit im gesamten Portfolio ungefähr in der Waage halten, um das Gesamtbudget dauerhaft stabil zu halten. Kleine, aber beständige Gewinne müssen in der Lage sein, kurzfristige Verluste durch risikoreiche Spekulationen ausgleichen zu können. Nur so lassen sich risikoreiche Anlageformen überhaupt rechtfertigen. Das Ziel: Stabilität des Budgets und langfristige Zugewinne, die sich über die Zeit hinweg vervielfachen. Das klingt wenig spannend – und das ist auch gut so.

Ein guter Trader lässt bei Investitionen sämtliche Emotionen fahren und konzentriert sich nur rational auf seine Berechnungen und seine Erfahrungen mit bestimmten Strategien. Sobald ihn eine Investition ins Schwitzen bringt, ist etwas schief gegangen. Vielleicht könnte man eine Art emotionale Faustregel beim Trading so formulieren: Wenn es langweilig aussieht, macht man es vermutlich richtig. Der Spaß folgt dann bei der Rendite.