Schufa-Score und Bonität – Kreditwürdigkeit gezielt verbessern

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Wer eine Versicherung abschließen, Waren auf Rate kaufen oder Handyverträge bekommen möchte, wird zunächst vom Anbieter überprüft. Als Indiz für gute Bonität gilt der Schufa-Score – optimalerweise bei 100 %. Jeder Wert darunter verschlechtert die Chancen auf Verträge oder Kredite. Aber es gibt Möglichkeiten, um ihn wieder zu verbessern.

Die verschiedenen Werte für die Berechnung des Schufa-Scores

Die Schufa speichert alle Daten, die zum Zahlungsverhalten von Kunden gemeldet werden. Wer eine Selbstauskunft beantragt, erhält als Wert allerdings nur einen Basis-Score. In diesem stehen laufende Kredite, Schulden (auch alte) oder ein vorhandenes P-Konto. Aber wenn ein Autohändler oder eine Versicherung Auskünfte bei der Schufa beantragen, kann ein anderer Wert zustande kommen. Denn sämtliche Schufa-Einträge werden von dort branchenspezifisch herausgegeben.

Eine Versicherung achtet beispielsweise besonders auf versicherungsspezifische Einträge, ein Warenverkäufer eher auf Einträge zu ausgefallenen oder laufenden Ratenzahlungen. Aus Basis-Score und branchenspezifischem Schufa-Score ergibt sich ein aktueller Wahrscheinlichkeitswert. Beim Antrag auf Selbstauskunft sollte unbedingt angegeben werden, dass dieser Wert statt des Basis-Scores verlangt ist. Im Schufa-Formular befindet sich dafür eine Ankreuz-Möglichkeit.

So lässt sich der Schufa-Score allmählich verbessern

Wer seinen Schufascore verbessern möchte, muss gut organisieren und geduldig bleiben. Denn selbst nach den entsprechenden Maßnahmen steigt der aktuelle Wahrscheinlichkeitswert nur quartalsweise. So gelingt eine Verbesserung:

  • Viele Konten und Kreditkarten werden von der Schufa als negativ bewertet. Durch die Kündigung einiger dieser Karten und Konten entfallen außerdem Gebühren, die ohnehin das Einkommen schmälern.
  • Mehrere Verträge für Mobiltelefone beeinflussen den Schufa-Score negativ. Jeder aktuell nicht dringend nötige Vertrag sollte deshalb ebenfalls gekündigt werden.
  • Ein Dispokredit wird von Banken abhängig von regelmäßigen Geldeingängen gewährt. Je höher dieser ist, desto besser schätzt die Schufa die Bonität des Kontoinhabers ein. Wichtig: Nur ein nicht überzogener Dispokredit verbessert die Kreditwürdigkeit in Prozentpunkten.
  • Regelmäßige Zahlungen sollten stets pünktlich bezahlt werden. Zahlungsverzug ab dritter Mahnung darf an die Schufa gemeldet werden. Um ein Zahlungsversäumnis zu vermeiden, sollte für Rundfunk- und Energiegebühren, Steuer- und Versicherungsbeträge ein Lastschrifteinzug gewählt werden.
  • Kreditangebote werden online beworben, aber zu unterschiedlichen Bedingungen. Ein Kreditvergleich durch mehrere Kreditanfragen kann den Schufa-Score verschlechtern. Besser sollten Vergleichsportale für die Auskunft über Konditionen gewählt werden. Hierbei wird nur eine Konditionsanfrage gemeldet und bei der Schufa registriert.
  • Wer häufig umzieht und dabei gleichzeitig öfter sein Girokonto wechselt, wird von der Schufa als unzuverlässig bewertet. Sind die Umzüge beruflich bedingt, sollte eventuell über die Wahl eines Haupt- und Zweitwohnsitzes nachgedacht werden. So gibt es für den Schufa-Score wenigstens ein Anzeichen für Zuverlässigkeit.

Fazit

Der Schufa-Score gibt als Basiswert oder pro Branche an, wie kreditwürdig jemand ist. Viele Faktoren bestimmen, ob eine Person besser oder schlechter eingestuft ist. Zur Verbesserung des Schufa-Scores gibt es einige Möglichkeiten, die wenigstens im Folgequartal Ergebnisse zeigen.