Tipps für eine effiziente Lagerlogistik für Startups im E-Commerce

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Eine effiziente Lagerhaltung ist für Start-Ups im E-Commerce essentiell.

E-Commerce Startups müssen heutzutage so flexibel wie möglich sein. Kaum eine andere Branche wächst derartig schnell und in kaum einer anderen ist der Konkurrenzdruck so hoch. Die Kunden erwarten immer schnellere Lieferzeiten, absolute Zuverlässigkeit und nebenbei noch allerhand Komfort in puncto Bezahlung sowie Auswahl und Qualität der Produkte. Wer hier mithalten will, braucht vor allem skalierbare Lösungen. Das fängt bei der Lagerlogistik an.

Wie bleibt mein Lager überschaubar?

Startups haben häufig das Problem, dass sie sich betrieblich gesehen in einer „Zwischenphase“ befinden. In dieser Phase sind sie nicht mehr klein genug, als dass alle Aufgaben einfach unkoordiniert übernommen werden können, aber auch nicht groß genug, um wie ein kapitalstarkes Unternehmen für alle Teilbereiche der anfallenden Arbeit an eigene Abteilungen zu schaffen oder sie gleich ganz zu outsourcen.

Hier müssen effiziente Systeme her, die den Arbeitsaufwand deutlich reduzieren. Jungunternehmer sollten deswegen vorsichtig sein, allzu schnell auf softwareseitige Lösungen umzusteigen, die oftmals für einen großen Arbeitsumfang angelegt sind. Allzu schnell kann es hier passieren, dass man mehr Zeit damit verbringt, die Software zu nutzen und zu pflegen, anstatt die anfallende Arbeit händisch zu übernehmen. Das betrifft insbesondere die Organisation eines Lagers.

Wer es mit einer überschaubaren Anzahl an Bestellungen zu tun hat, sollte zunächst nach Oldschool-Lösungen Ausschau halten, die Prozesse durchaus effizienter machen. Ein Lager lässt sich beispielsweise auch hervorragend mit einer Etikettiermaschine und mit perforiertem Papier organisieren, anstatt dass alle Bestände stets mühsam in ein unüberschaubares Softwarepaket eingearbeitet werden müssen.

Tipp: Perforiertes Papier lässt sich günstig in großen Mengen bestellen, flexibel mit Laser- oder Tintenstrahlern bedrucken und ist eine hervorragende, kosteneffiziente Alternative für alle Arten von Beschriftungen.

Outsourcen oder Selbermachen?

Ein weiterer Knackpunkt bei Startups versteckt sich hinter dem Wörtchen „Skalierbarkeit“. Für viele Unternehmer bedeutet der Begriff vor allem die Fähigkeit zur Anpassung an ein Wachstum, also Skalierbarkeit „nach oben“. Gerade äußerst junge Startups müssen sich aber auch auf schlechte Zeiten und/oder Fehlkalkulationen einstellen, also „nach unten“ skalierbar bleiben. Das gelingt am Anfang deutlich besser mit Lösungen, die man sich selbst erarbeitet hat, weil hier noch die volle Konstenkontrolle über jeden einzelnen Schritt gegeben ist.

Sobald Bereiche wie eine Lagerlogistik an einen externen Dienstleister outgesourct wurden, liegt die Fähigkeit zur Anpassung in fremden Händen – und produziert womöglich weitere Kosten. Auf diese Art und Weise kann sich eine Kettenreaktion in Gang setzen, die vielen Startups das Leben schwer macht. Outsourcing wird in der Lagerlogistik für E-Commerce-Startups erst interessant, wenn sie die Kapazitäten dafür sehen, ihren Kunden aufwändige Extra-Services wie beispielsweise kostenlosen Rückversand anzubieten.

Solche Leistungen erzeugen bereits bei einem überschaubaren Kundenstamm einen kaum zu bewältigenden Aufwand. Bis sich Jungunternehmer jedoch zu solchen Schritten entscheiden, sollten sie zunächst selbst Hand anlegen. Das erleichtert ihnen später auch die Einschätzung, wie viel eine externe Dienstleistung kosten darf.