Tipps für Verpackungsdesign im Einklang mit dem CI

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Sie ist die Visitenkarte eines Produktes, schafft den Kaufanreiz und erhöht die Attraktivität eines Produktes. Die Verpackung ist ein Alleskönner. Zudem erfüllt sie nachhaltige Ansprüche, denn immer mehr Kunden legen den Fokus auf umweltbewusstes Verpackungsdesign. Hersteller sehen sich stets wandelnden Herausforderungen gegenüber, die zudem mit CI und Markenbotschaft in Einklang gebracht werden müssen. Wie das funktioniert, verraten diese Tipps.

Tipp 1: Interesse wecken

Die Wahrheit ist, dass Endverbraucher ein Produkt kaufen, weil ihnen das Äußere gefällt. Immerhin erhöhen appetitliche Produktfotos und attraktiv gestaltete Verpackungen das Hungergefühl. Das Interesse des Kunden zu wecken, steht daher ganz weit oben, wenn es um die Aufgabe von einem gelungenen Verpackungsdesign geht. Um dies in Einklang mit CI und Marke zu bringen, ist die richtige Marketingstrategie gefragt. Daher muss die Verpackung:

  • das Bedürfnis zum Kauf wecken,
  • die Aufmerksamkeit am Point-of-Sale auf sich ziehen
  • und im Regal unter vielen anderen Verpackungen herausstechen.

Die Verpackung spiegelt das Unternehmen wider, weshalb sie als Markenbotschafterin auftritt. Zudem weckt sie Emotionen, die Lust auf mehr und natürlich neugierig machen. Was ist das für ein neues Produkt? Welches Unternehmen steckt dahinter? Passt es zu meinem Lebensstil? All das sind Fragen, die dem Kunden durch den Kopf gehen, bevor ein Produkt gekauft wird. Als Unternehmer ist es wichtig, für positive Antworten zu sorgen.

Tipp 2: Statements setzen

Die Lebensmittelverpackungsindustrie ist ein vielseitig unterschätzter Branchenzweig, denn hier lauert viel Potenzial. Immer mehr Verbraucher sorgen sich um ihre Gesundheit. Sie wollen Produkte, die gut schmecken, aber dennoch gesund sind und fit halten. Verpackungen mit auffälligen Statements wie „glutenfrei“, „zuckerfrei“ oder „viel Eiweiß, wenig Kalorien“ sind daher beim Einkauf im Visier der Endkunden. Wer beim Design der Verpackung die richtigen Schlagworte – Statements – setzt, hat größere Chancen darauf, dass das Produkt gekauft wird.

© pixabay.com | Ein Statement kann vielseitig inszeniert werden. Ob mit einer auffälligen Farbkombi oder einem Slogan, wichtig ist, dass es dem Kunden auffällt.

Der Endverbraucher soll sich mit dem Produkt wohlfühlen. Deshalb ist eine positive Kommunikation sehr wichtig. Nur eine Verpackung, die anspricht und gute Gefühle weckt, wird aus dem Regal genommen und landet im Einkaufswagen.

Tipp 3: Unkompliziert gestalten

Verpackungsdesign ist vor allem eines: optisch ansprechend. Heutzutage heißt es jedoch „weniger ist mehr“. Der Kunde braucht nicht immer ein farbenfrohes Wirrwarr, sondern eine unkomplizierte Gestaltung mit simpler Message. Hilfreich sind bedruckte, selbstklebende Etiketten auf Rolle, die individuell mit dem CI perfekt in Einklang gebracht werden können. Sinnvoll ist, dass deutlich wird, wofür das Produkt gedacht ist und welche Marke dahintersteckt. Die Antworten sollten für den Kunden innerhalb von vier Sekunden erkennbar sein. Dies kann im Zweifelsfall ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung sein.

Minimalismus setzt sich immer öfter durch. Der Grund dafür ist, dass simpel gehaltene Verpackungen seriöser, hochwertiger und erwachsener wirken. Sie strahlen Qualität aus.

Tipp 4: Authentisch bleiben

Kommunikation auf Augenhöhe zu sorgen, sodass der Verbraucher dem Produkt und der Aussage vertraut. In diesem Sinne ist es ratsam, sich beispielsweise in den sozialen Netzwerken für eine bestimmte Ernährungsweise stark zu machen oder das kommunizierte Statement öffentlich zu vertreten. Ein authentisches Auftreten sowie ehrliche Kommunikation sind heutzutage schlichtweg Accessoires, die jede Marke braucht.

Tipp 5: Auspackerlebnis einkalkulieren

Das Schönste an einem Paket ist häufig das Auspacken. Daher sollte beim Designen der „Außenhülle“ auch dem Erlebnis des Auspackens ein paar Gedanken gewidmet werden. Kunden bekommen dadurch einen Eindruck von der Sorgfalt eines Unternehmens.

Tipp 6: Nachhaltigkeit beachten

Ökonomie und Ökologie sind Schlagworte, die beim Designen einer Verpackung immer mehr ins Gewicht fallen. Einerseits ist es wichtig, dass mit dem Verpackungsmaterial sparsam umgegangen wird. Andererseits sollte es umweltfreundlich und nachhaltig sein. Beide Aspekte sind für Endverbraucher in Zeiten von Umweltschutz und Klimawandel häufiger entscheidend, wenn es um ein Produkt geht.

robertsrob/123rf.com | Wirtschaftliche Sparsamkeit, Schutz der Umwelt und nachhaltige Materialien spielen beim Verpackungsdesign drei der Hauptrollen.

Tipp 7: Humor gewinnt

Nicht nur in einer Beziehung ist der Weg zum Herzen eines Menschen oft mit einer gehörigen Portion Humor verbunden. Auch beim Verpackungsdesign kann das richtige Fünkchen Humor einen positiven Kaufanreiz schaffen. Wenn der Kunde beispielsweise durch das Design zum Lachen oder Lächeln gebracht wurde, wird häufig ebenso das Produkt gut bewertet und bleibt positiv in Erinnerung.

Tipp 8: Ungewöhnlich verpacken

Simpel, aber einfach mal anders – mit diesem Konzept gewinnen viele Hersteller ihre Kunden. Gewöhnliche Verpackungen sind oft langweilig und werden zudem schnell übersehen. Auffällige Formen, spannende Features und überraschende Effekte machen das Produkt attraktiver. Besitzt der Artikel beispielsweise eine besondere Eigenschaft kann dies schon mit der Verpackung verdeutlicht und kommuniziert werden.

Tipp 9: Basics berücksichtigen

Insbesondere im Bereich der Standards sollten dem Hersteller keine Fehler unterlaufen. Zu den Basics zählen:

  • robustes Material
  • hochwertige Qualität
  • garantierte Funktionalität
  • angenehme Haptik

Die Basics stehen unwiderruflich mit der Gesamtheit der Merkmale eines Unternehmens in Zusammenhang. Daher ist es wichtig, dass die oben genannten Standards halten, was sie versprechen, um die Firma in positiven Zusammenhang mit dem Verpackungsdesign zu stellen.

Tipp 10: Image festigen

Um das Image einer Marke zu festigen, ist ein Verpackungsdesign, das im Einklang mit der Corporate Identity eines Unternehmens harmoniert, die perfekte Lösung. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll folgende Inspirationen in das Design einfließen zu lassen:

Logo, Schriftarten und Farben sollten einheitlich mit dem Stil des Unternehmens bleiben, sodass der Verbraucher einen Rückschluss auf die Herkunft des Produktes herleiten kann.

Hinweis zum Schluss: Gesetze kennen

In der heutigen Zeit ist es für Produkthersteller nicht nur ein Muss das Verpackungsdesign an Kundenwünsche anzupassen, sondern auch das geltende Verpackungsgesetz zu beachten. Die Stiftung „Zentrale Stelle Verpackungsregister“ hat hierzu einen detaillierten „How-To-Guide“ zusammengestellt, der über alle wichtigen Informationen verfügt.