Stickermarketing: Werbewirkung von Aufklebern & Co.

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Rawpixel.com/shutterstock.com

Im klassischen Marketingmix kommen sie immer seltener vor, während Politik und Entertainment sie längst fest in ihre Budgets einplanen. Aufkleber als Werbeträger sind günstig in der Produktion und effektiv in Reichweite und Werbewirkung. So nutzen Unternehmen Stickermarketing für ihre Kampagnen.

Seit ihrer Erfindung in den 1930ern sind Aufkleber überall. Sie befinden sich auf Warenverpackungen als Label, auf Gemüse und Obst als Markenkennzeichnung, kleben auf privaten Laptops und an Briefkästen. Der klassische Sticker ist bunt, auffällig und vermittelt eine Botschaft. Diese Fläche lässt sich natürlich auch als Werbeträger für das eigene Unternehmen nutzen. Ausgerechnet Politik und Musikbranche machen es seit Jahrzehnten erfolgreich vor.

Popkultur und Aufkleber

Wer in den USA bei einer der größeren Wahlen seine Stimme abgibt, erhält einen Sticker, der anzeigt, dass sein Besitzer an dem demokratischen Prozess teilgenommen hat. In Präsidentschaftswahlen ist das Verteilen am Wahltag jedoch gar nicht zwingend notwendig, denn Bumper Sticker auf Autos, Sticker auf Smartphone und Laptop und an der Kleidung befestigte Badges zeigen schon Wochen vorher an, welchen Kandidaten der Träger unterstützt. In der Musikindustrie haben sich aus dem Sammeln von Aufklebern ganze Modetrends entwickelt. Der Aufkleber zeigt Lieblingsbands, Songreferenzen und Fanclubs an, Bandshirts, Patches und Pins folgen dem gleichen Zweck. Es gibt sogar einen National Sticker Day.

All das ist Werbung und sie wirkt hervorragend. Nicht nur innerhalb kleiner Fangruppen, sondern auch in der Öffentlichkeit nehmen Passanten die Aufkleber wahr und erkennen die Bands und Politiker wieder, wenn sie das nächste Mal von ihnen hören. Sympathie und persönliche Beziehungen führen dazu, dass der Sticker als Wahlempfehlung wahrgenommen wird, egal ob für die Konzerttickets oder im Rahmen der Präsidentschaftskandidatur.

Stickermarketing für alle Branchen

Was Obama, den Ramones oder Nirvana zum Erfolg verholfen hat, funktioniert auch für kleine und mittelständische Unternehmen. Wenn der Kunde ein Produkt oder eine Marke mag, wird er sie durch das Anbringen der Aufkleber unterstützen. Dazu müssen ihm jedoch erst einmal Sticker angeboten werden. Die eigentliche Frage ist also, für wen sich die Aufnahme von Aufklebern in den Marketingmix lohnt und welche Firmen sich lieber für größere, funktionale Give-Aways wie Notizblöcke und USB-Sticks entscheiden sollten.

Stickermarketing funktioniert dadurch, dass der Kunde eine Beziehung zu der Marke aufbauen kann. Ein kleiner Verlag, der Stammleser ab der ersten Veröffentlichung hält, oder ein Startup, das Kunden zuerst aus den eigenen Freundeskreisen und der Nachbarschaft rekrutiert, hat damit Erfolg. Schwieriger wird es für Dienstleister im Handwerk. Kaum ein Kunde wird einen Aufkleber des zuletzt beauftragten Fliesenlegers auf sein Notebook kleben. Anders sieht dies eventuell für B2B Partner aus, die mit dem Unternehmen zusammenarbeiten und den Sticker mit Kontaktdaten im Büro befestigen. Es findet sich also fast immer eine Zielgruppe für das Stickermarketing, doch nicht immer ist das der Privatkunde.

Aufkleber für Stickermarketing gestalten

Der Gestaltung und dem Druck der Aufkleber – für Werbekampagnen und Marken – sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Folgende Informationen und Daten können auf den Stickern unter anderem sinnvoll platziert werden:

  • Firmen- und Markenlogos
  • Comics mit Markenbezug
  • Witzige Sprüche mit Markenbezug
  • Informationen zu Dienstleistungen und Öffnungszeiten
  • konkrete Aktionen

Durch geringe Kosten in Planung und Druck können Unternehmen auch experimentell Sticker verteilen und beobachten, wie sich der Erfolg der Kampagne für sie verändert.