All-Inclusive-Leasing: Lohnenswert für vielreisende Unternehmer?

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Luca Bertolli/123rf.com

Immer näher rücken die Zeiten, in denen der tatsächliche Besitz eines eigenen Autos eher irrational erscheint. Schon jetzt können Sparfüchse Autos über entsprechende Plattform einfach für kurze Zeit mieten und sich so mit anderen Menschen teilen. Wer nicht teilen, aber auch nicht kaufen möchte, der least. Auch das geht mittlerweile so einfach wie nie zuvor – per All-Inclusive-Leasing.

Was ist All-Inclusive-Leasing?

Im Gegensatz zum regulären Leasing versuchen die Anbieter von All-Inclusive-Leasing ihren Kunden das Leasing so einfach wie möglich zu machen. Das erreichen sie, indem sie fast alle anfallenden Kosten für das Fahrzeug in ihre festen Leasingraten integrieren. Das betrifft sowohl die nötige KfZ-Haftpflicht als auch eventuelle Kosten für Wartungen oder Inspektionen. Lediglich den Tank muss der Leasingnehmer noch selbst zahlen.

Mit einer monatlichen Rate bekommt der Kunde also alles geliefert und kann sorgenfrei Autofahren. Zudem versprechen die Anbieter von All-Inclusive-Leasing häufig, dass kurzfristige Fahrzeugwechsel relativ problemlos möglich sind. Damit wollen sie auch Kunden anlocken, die bislang vom Leasing eher Abstand genommen haben, weil ihnen die Auswahl und die Abwechslung einer klassischen Fahrzeugvermietung oder eines Carsharing-Dienstes eher zusagen.

Die All-Inclusive-Raten belaufen sich bei einzelnen Anbietern je nach Fahrzeug auf zwischen 200 und 500 Euro pro Monat. Im Paket enthalten ist außerdem meist eine gewisse Anzahl an Freikilometern pro Monat. Wie bei einer normalen Fahrzeugvermietung können mehr Kilometer dazugebucht werden. Vorweisen muss der Leasingnehmer wenig, lediglich seine Identität und seine Bonität werden abgefragt.

Was müssen Leasingnehmer beim All-Inclusive-Leasing beachten?

In der Regel agieren die Anbieter von All-Inclusive-Leasing tatsächlich mehr wie eine Plattform. Das heißt auch, dass sie ihre Kunden binden möchten. Deswegen fällt bei den meisten dieser Agenturen eine gewisse Startgebühr an. Der Kunde soll diese als Investition betrachten, um nicht allzu leichtfertig zu konkurrierenden Plattformen zu wechseln. Darüber hinaus gelten gewisse Einschränkungen bezüglich der Fahrerlaubnis, die auch bei regulären Autovermietungen durchaus üblich sind.

So muss der Fahrer meist über mehrere Jahre hinweg in Besitz eines Führerscheins sein – darf also kein Fahranfänger sein – und ein gewisses Mindestalter vorweisen. In diesen Punkten unterscheiden sich die Anbieter von All-Inclusive-Leasing in der Regel kaum. Lediglich bei den Preismodellen, dem Fuhrpark und der Ausstattung der Fahrzeuge sind gewisse Unterschiede auszumachen. Interessierte sollten bestenfalls vorher genau abschätzen können, wie viel sie mit dem Leasingfahrzeug fahren werden.

Dann fällt es leichter, eine sinnvolle Kalkulation bezüglich der zu fahrenden Kilometer und der dafür zu entrichtenden Kilometerpauschale anzustellen. Dadurch, dass versteckte Kosten ausbleiben, kann man einen Preisvergleich recht unkompliziert vornehmen. Für Gelegenheitsfahrer, die aus finanziellen oder ideellen Gründen kein eigenes Auto wollen, kann All-Inclusive-Leasing eine durchaus sinnvolle, weil komfortablen Alternative zu herkömmlichen Leasing, Carsharing oder einer Autovermietung darstellen.