Börsenerfolg beginnt im Kopf – Psychologie eines Börsenmaklers

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Wenn es darum geht, an der Börse erfolgreich zu sein, geht es hauptsächlich um die mentale Einstellung. Über den Erfolg oder Nichterfolg eines Börsenmaklers entscheidet häufig die psychische Komponente. Aber welche Aspekte der Psychologie sind in diesem Geschäft besonders wichtig und wieso?

Die Prospect Theory – Gier nach Mehr / Angst nach Weniger

Die sogenannte Prospect Theory, zu Deutsch Erwartungstheorie, kann man ungefähr so verstehen:

Szenario 1:

  • Man hat 100000€ und legt diese an. Nach vier Monaten hast du einen Gewinn von 50000€ gemacht. Nun musst du überlegen, ob du weiter investierst oder verkaufst.

Szenario 2:

  • Man hat 100000€ und legt diese an. Nach vier Monaten hast du einen Verlust von 50000€ gemacht. Nun musst du überlegen, ob du weiter investierst oder verkaufst.

Viele Anleger würden im ersten Szenario verkaufen und bei Szenario 2 weiter investieren. Das ist jedoch irrational, denn die einzig logische Handlung wäre es, in beiden Situationen gleich zu handeln. Der menschliche Verstand bewertet jedoch Gewinne anders als Verluste.

Das liegt in der menschlichen Natur. Wenn wir etwas gewinnen, haben wir sofort Angst es wieder zu verlieren. Verlieren wir jedoch etwas, haben wir die Hoffnung diese Verluste noch irgendwie ausgleichen zu können. Dieses Verhalten widerspricht allerdings jeder Logik. Denn man sollte eigentlich unabhängig von Gewinn bzw. Verlust das Risiko seiner Anlage betrachten.

Psychologen nennen dieses Phänomen „Prospect Theory“. Dieses Verhaltensmuster wurde 1979 von den Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky entdeckt. Die beiden wurden hierfür mit einem Nobelpreis ausgezeichnet.

Entwicklung eine Maklers

Am Anfang arbeiten die meisten Börsenmakler fast gänzlich stressfrei. Das liegt daran, dass die meisten Makler zu Beginn ihrer Karriere noch keinerlei Verluste zu verbuchen haben. Das ändert sich jedoch, sobald die ersten Verluste vermerkt werden und Emotionen mit ins Spiel kommen.

Ab diesem Punkt beginnen die meisten Makler psychische Blockaden aufzubauen und die dadurch aufkommenden Emotionen verhindern ein weiterhin erfolgreiches Trading. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Makler anfangen an seine Psychologie zu arbeiten und sich nicht nur mit verschiedensten Analysemethoden usw. zu beschäftigen.

Man sollte grundsätzlich die Anfangsgelassenheit bewahren, die man als Jungmakler noch besitzt. Das ist die Grundlage für ein weiterhin erfolgreiches Handeln. Um erfolgreich an der Börse zu sein, sollte man sich also nicht von Gier oder Angst leiten lassen, sondern seine Entscheidungen vor allem konsistent fällen.