Manufacturing Execution System (MES) Software als Cloudbasierte Lösung in Fertigungsbetrieben

0
190
SWKStock/shutterstock.com

Die fertigende Industrie befindet sich in einem Umbruch. Mit dem Einstieg in die Industrie 4.0 werden ganze Liefer- und Wertschöpfungsketten miteinander vernetzt. Die auf dem Internet basierende 4. industrielle Revolution ermöglicht es, Produktionsabläufe datengestützt zu optimieren. Ein MES steht dabei in der Automatisierungspyramide als lenkende Produktionsleitebene zwischen der Unternehmensführung und dem Produktionsbetrieb.

Was wird unter einem Manufacturing Execution System verstanden?

Eine Software wie die symestic – MES Plattform ist für das Sammeln von Daten zuständig. Sie wird so eingerichtet, dass eine direkte Verbindung zu allen relevanten Fertigungsprozessen hergestellt werden kann. Zudem lässt sich die Personaleinsatzplanung integrieren sowie die Erfassung von Projektzeiten, Auftragszeiten und sonstigen Betriebsdaten. Den leitenden Managern eines Betriebes werden damit sämtliche Unternehmensprozesse geordnet und in Echtzeit aufbereitet, damit sie zu fundierten Entscheidungen kommen können. Ziel eines MES ist es, Fehler im Fertigungsprozess zu erkennen und sichere Informationen zu liefern, damit die bestehenden Prozesse und Strukturen laufend verbessert werden können.

Welche Aufgaben übernimmt ein MES in der Fertigungsindustrie

Die Aufgaben eines MES in produzierenden Industriebetrieben sind vielfältiger Natur. Dabei setzt die Software die Planung und die Aufträge in konkrete Fertigungsschritte um. Zeitgleich sammelt das MES Fertigungsdaten und übersetzt sie in ein Feedback, das dem leitenden Personal die Entscheidungsfindung erleichtert. Die wichtigsten Aufgabenbereiche eines Cloud-basierten MES lassen sich in mehrere Aufgabenbereiche einteilen:

  • Die Erfassung und Analyse von Daten aus allen Produktionsbereichen.
  • Auftragsmanagement
  • Produktionsmittelmanagement
  • Optimierung des Qualitätsmanagements
  • Leistungsbewertung
  • Definition und Überwachung von Kennzahlen
  • Detailplanung und Steuerung der Produktionsabläufe
  • Überwachung der Fertigungsprozesse
  • Zeiterfassung
  • Personaleinsatz- und Schichtplanung
  • Zutrittskontrolle
  • Besuchererfassung

Merkmale eines Cloud-basierten MES

Ein MES rekonstruiert ein digitales und umfassendes Abbild aller an der Produktion beteiligten Abläufe. Dabei verbindet es die unterschiedlichen Ebenen des gesamten Produktionssystems, wodurch die komplette Vernetzung der einzelnen Unternehmensbereiche an Wichtigkeit gewinnt. Dank standardisierter Schnittstellen ist ein Manufacturing Execution System flexibel verwendbar und verbindet die Quellen verschiedenster Datenquellen miteinander. Auch zur übergeordneten ERP-Ebene (Enterprise-Resource-Planning) besteht eine Verbindung, was darauf hinausläuft, dass die Planungs- mit der Produktionsebene direkt verknüpft wird.

Welche Daten sammelt ein MES

Ein MES sammelt und analysiert Daten aus allen Bereichen, die für die Fertigung relevant sind. Dazu zählen:

  • Aufträge und Projekte
  • Personaldaten
  • Fertigungsdaten
  • Maschinendaten
  • Daten zu Lieferzeiten
  • Qualitätsdaten

Auf dieser Datenbasis erstellt das Management einer Firma sogenannte Key Performance Indicators (KPI). Anhand dieser Indikatoren lässt sich im Handumdrehen feststellen, wo die Produktion rund läuft und die Ziele erreicht werden oder wo Stellschrauben nachjustiert werden müssen.

Vorteile eines MES

In einer vernetzten Produktionswelt kann auf ein MES nicht mehr verzichtet werden. Es bietet den Unternehmen die folgenden Vorteile, die bewirken, dass sich die Nutzer einen enormen Wettbewerbsvorteil verschaffen:

  • Verkürzte Rüstzeiten
  • Minimierung von Produktionsstopps
  • Digitalisierte und automatisierte Produktionsprozesse
  • Kontinuierlicher Informations- und Datenfluss

MES im Zusammenspiel mit ERP

Das ERP ist verantwortlich für die Planung der Fertigungsschritte und ermöglicht einen effizienten und sinnvollen Einsatz von Unternehmensressourcen. Dabei beruft es sich auf die Datensammlung des MES und informiert dieses im Gegenzug über die Projektplanung. Das MES setzt diese Vorgaben in die Praxis um. Im Zusammenspiel sorgen MES und ERP für die Optimierung der Produktionsprozesse und tragen dazu bei, dass ein Unternehmen erfolgreich am Markt operiert.

Was ist bei der Einführung eines MES zu beachten?

Mit der Einführung eines MES stehen Unternehmen vor einigen Herausforderungen, die vorab geklärt werden müssen. Dabei handelt es sich vor allem um den notwendigen Zeitaufwand sowie den Kapital- und Personaleinsatz, die für die vollständige Digitalisierung des Betriebs und die Umstellung auf Industrie 4.0 aufgebracht werden müssen. Kompetente Anbieter von MES unterstützen die Unternehmen mit Rat und Tat während des gesamten Einführungsprozesses.

Es empfiehlt sich für die Unternehmen, zu definieren, welche Funktionen das MES zu erfüllen hat. Je besser und strukturierter die eigenen Unternehmensziele herausgearbeitet sind, desto schneller und erfolgreicher kann das System im Zeitalter von Industrie 4.0 in den laufenden Betrieb integriert werden.