Selbstständigkeit: Der Weg zur eigenen Unternehmenswebsite

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Deutschland hat sich noch nie durch eine hohe Quote selbstständiger Unternehmer ausgezeichnet. Doch die Zahl der Selbstständigen hat über die letzten Jahre kontinuierlich an Fahrt aufgenommen und gehört aktuell zu den am schnellsten wachsenden Berufsgruppen in Deutschland. Doch die insgesamt noch niedrige Quote zeigt, dass die Deutschen zögern, wenn es an die Umsetzung ihrer Geschäftsideen geht.

Die German Angst hat dabei gute Gründe: Fast 80 Prozent der Unternehmensgründungen findet in Städten statt – also bereits erschlossenen Märkten, bei denen es auf pfiffige Business-Modelle oder die richtige Nische ankommt. Durch die Silicon Valley-Kultur ist in der deutschen Gründerszene aber ein Investitionsklima geschaffen worden, bei dem auch ambitionierte Ideen mutige Investoren finden.

Digitale Geschäftsmodelle: Web-Auftritt entscheidend für den Erfolg

Gerade in den urbanen Regionen konkurrieren neue Unternehmen nicht selten mit bereits etablierten Anbietern vergleichbarer Services. Deshalb müssen Alleinstellungsmerkmale klar kommuniziert und die Vorteile für den Kunden in den Vordergrund gerückt werden. Erreichen lässt sich das zuallererst mit einem ansprechenden, hochwertigen Webauftritt. Smarte Gründer stehen deshalb häufig bereits früh vor der Herausforderung, die richtige Technologie für ihre Repräsentanz im Web auszuwählen. Dabei entscheiden vor allem das Geschäftsmodell und die angestrebten Ziele über die Wahl:

  • Ist das Unternehmen im E-Commerce tätig oder plant zu einem zeitnahen Zeitpunkt den Eintritt?
  • Wie schnell will ich mein Business skalieren?
  • Benötige ich ein erweiterbares Backend, da sich mein Unternehmensfokus flexibel und abhängig vom Markt verlagern könnte?

Bei der Planung ihrer Website setzen Gründer auf Profis

Für diese Fragen nehmen Gründer häufig den Rat von Web-Agenturen in Anspruch – ganz besonders in Berlin, wo bundesweit die meisten Unternehmensgründungen pro 10.000 Einwohner festgestellt wurden. Häufig wird dabei schnell klar, dass die Anforderungen an Websites umfangreicher sind, als den Gründern bewusst ist. Damit einher geht die große Auswahl von Content Management- und Backend-Systemen, deren schiere Anzahl schnell für Verwirrung sorgt. „Hier ist es wichtig, im Gespräch die offensichtlichen und potenziellen Anforderungen an ein Web-Projekt zu ermitteln“, weiß Timo Müller, Geschäftsführer von codafish.

Die Berliner Agentur mit Büros in Hamburg und Madrid setzt deshalb auf Open Source-Lösungen, die sich gut skalieren und auf die Bedürfnisse der Kunden anpassen lassen. „Das geht vom Klassiker WordPress über das bekannte Drupal bis hin zum weniger bekannten Pimcore, einem der leistungsfähigsten Systeme derzeit auf dem Markt. Durch den Open Source-Ansatz lassen sich alle Systeme ohne Lizenzkosten nutzen, wodurch sie besonders attraktiv für Gründer sind, die ihre Ausgaben überschaubar halten müssen.“

Mächtige Backends lassen Langzeitkosten sinken

Dass mächtige Systeme wie Pimcore oder Drupal dabei teurer ausfallen als beispielsweise WordPress, sei ein Irrglaube, weiß Müller: „Wenn es sich um ein IT-lastiges Unternehmen mit E-Commerce-Zweig handelt, kann Pimcore schon nach kurzer Zeit einen Kostenvorteil gegenüber vermeintlich günstigeren Alternativen sein. Die Stichworte, die hierbei entscheidend sind: Betriebskosten, Skalierbarkeit, Sicherheitsarchitektur und Modularität.“

Hier eine Übersicht der wichtigsten Content Management-Systeme und ihrer Funktionen

  • WordPress: Das weitverbreitetste CMS weltweit. Intuitiv in der Einrichtung und Handhabung, gut erweiterbar. Nachteil: Durch die große Verbreitung sind WordPress-Websites beliebte Angriffsziele.
  • Drupal: Umfangreiches, modulares Open Source-CMS, das vor Angriffen geschützt und auch für große Projekte in mehreren Sprachen geeignet ist.
  • Pimcore: Mächtige, konsolidierte Plattform für die Industrie 4.0. Mit dem integrierten DAM und PIM Funktionalitäten bleibt es auch mit der Verwaltung großer Datenmengen skalierbar und zuverlässig.