Altersvorsorge ertragreich gestalten: Worauf muss man achten?

0
200
Freedomz/shutterstock.com

Wer gerade seine Karriere beginnt, richtet selten den Blick auf die Zeit nach dem Berufsleben. Die Zeit bis zum wohlverdienten Ruhestand scheint noch weit weg zu sein. Für viele geht es erst einmal um den Aufbau einer Existenz.

Google bringt keine Motivation

Wer bei Google „Altersvorsorge für Selbstständige“ eingibt, wird nicht unbedingt zum Sparen für das Alter animiert. Empfohlen wird ein Mix aus staatlicher Rente, Rürup und privaten Rentenversicherungen. Ziemlich sicher, aber auch nicht wirklich ertragreich. Wie sich die gesetzliche Rentenversicherung weiterentwickelt, ist schwer vorherzusagen. Letztendlich ist es eine Entscheidung der Politik, wie sicher die Rente ist. Ob junge Menschen jemals eine Altersversorgung bekommen, ist seriös nicht zu beantworten. Kein Mensch weiß, welche politischen Verhältnisse in 40 Jahren herrschen. Wissen tun wir, dass die Lasten der umlagebasierten Altersvorsorge für die Einzahler immer höher werden. Das Leistungsversprechen sinkt gleichzeitig.

Private Versicherer keine echte Alternative

Private Versicherer bieten eine garantierte Rente und können einen Baustein zu privaten Altersvorsorge bilden. Allerdings ist der Ertrag unter den aktuellen Umständen gering. Hohe Abschlussgebühren und Zinsen unter der Inflation machen dieses Modell nicht sonderlich attraktiv. Hinzu kommt, dass Versicherern regelmäßig auffällt, dass der technische und wissenschaftliche Fortschritt die Lebenserwartung positiv beeinflusst. Besser ist die Rürup-Rente, die vom Staat gefördert wird.

Allen Modellen ist gemein, dass sich die Inflation negativ auf das Sparergebnis auswirkt. Die Zeiten, in denen Versicherer über drei Prozent Zinsen gutschrieben wurden, sind lange vorbei. Sicher werden die Renditen irgendwann wieder steigen, aber wie viel Geld wird vorher durch die Geldentwertung entwertet?

Sachwerte sind die Lösung

Als relativ unabhängig von der Inflation haben sich in der Vergangenheit Sachwerte gezeigt. Immobilien, Luxusgegenstände oder Edelmetalle haben Menschen immer dafür genutzt, ihr Vermögen zu schützen. Bei der richtigen Auswahl lassen sich darüber hinaus hohe Wertsteigerungen erzielen. Generell sind Veräußerungsgewinne steuerfrei, wenn die Spekulationsfrist abgelaufen ist. Bei vielen Assets ist dies nach einem Jahr der Fall, bei Immobilien nach zehn Jahren.

Eine sehr interessante Anlageform sind Aktien. Generell ist es sinnvoll, das Vermögen zu diversifizieren, als breit zu streuen. Bei Aktien lässt sich dies schon mit recht kleinen Beträgen gut umsetzen. Aktien für die langfristige Anlage gut geeignet. Wer sich die Entwicklung des Dax anschaut, wird feststellen, dass die Kursschwankungen ziemlich extrem sein können. Trotzdem bleibt festzustellen, dass sich die Kurse nach Krisen schnell erholt haben. Nach Krisen gab es immer wieder neue Rekordhochs. Aktien sind eine gute Ergänzung der Altersvorsorge für Arbeitnehmer und Selbstständige.

Timing ist wichtig

Wichtig für die optimale Rendite ist, dass der Aktienhändler den richtigen Zeitpunkt für den Kauf findet. Manchmal kollidiert dies eventuell mit einer anderen wichtigen Investition. Hier lässt sich ein kurzfristiger finanzieller Engpass mit einem 1.000-Euro-Kredit überbrücken. Gerade, wenn der berufliche Alltag erst beginnt, ist es wichtig, auch an die Zukunft zu denken. Ein Aktienpaket im Wert von 1.000 Euro kann ein schöner Start sein. Der Wert des Dax hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als verzehnfacht. Zu den Kursgewinnen kommen noch die Dividenden als zusätzliche Rendite.

Nicht all-in gehen

Bei der Investition in Aktien ist die Diversifizierung wichtig. Niemand kann vorhersagen, ob ein Unternehmen in dreißig Jahren noch ähnlich erfolgreich ist wie heute. Ein Beispiel: Wer vor einigen Jahren in Tesla-Aktien investierte, ist heute deutlich reicher als damals. Als Elektroauto-Pionier hat das Unternehmen seinen Firmenwert beträchtlich gesteigert. Inzwischen haben die etablierten Autohersteller ihre Anstrengungen deutlich erhöht, den Rückstand bei der Entwicklung von alternativen Antrieben zu reduzieren. Sie haben für die Zukunft einen großen Vorteil: Eine hervorragende Infrastruktur für die Fertigung und den Handel.

Wer Aktien handelt, muss sich weiterbilden. Es ist wichtig, einen Trend frühzeitig zu erkennen. Genauso entscheidend ist aber die Erkenntnis, dass ein ehemals großer Renditebringer keine Perspektive mehr hat. Wer das Aktiendepot diversifiziert, ist für die Zukunft gut aufgestellt und darf auf ein auskömmliches Leben im Alter hoffen.