E-Commerce: Online-Shops für Textilwaren punkten mit Qualität und Zuverlässigkeit

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Andrey_Popov/shutterstock.com

Der Textilmarkt ist so umkämpft wie nie. Mehr denn je verlangen die Kunden gute Qualität und mehr Nachhaltigkeit. Das stellt die Händler vor umfangreiche Herausforderungen. Der Onlinehandel ist hier, wie so oft, ein Vorreiter.

Warum Online-Shops bei Textilien punkten können

Schon seit Beginn des Online-Zeitalters haben Online-Shops gegenüber ihren analogen Konkurrenten verschiedene Vorteile. Oftmals können sie günstigere Preise anbieten, da viele Kosten wie etwa eine Ladenmiete oder diverse Personalkosten entfallen. Das macht Onlinehändler häufig zu Vorreitern bei bestimmten Entwicklungen, die sich zunächst online abzeichnen und später auch in der analogen Welt sichtbar werden. Aktuell ist eine solche Entwicklung der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit und Qualität. Billig hat für viele Kunden ausgedient. Sie haben keine Lust mehr auf Shirts und Hosen für wenige Euros, die kaum ein paar Wäschen standhalten.

Im Kaufhaus vor Ort finden sie oft noch genau das vor: Kampfpreise und schlechte Qualität. Wer etwas anderes will, kann hochwertige Textil-Kleidung ganz einfach in einem Online-Shop bestellen. Das ärgert die Offline-Händler natürlich zunehmend, bislang haben sich aber nur wenige getraut, das Sortiment dahingehend umzustellen. Zu groß ist die Angst, den alten Kundenstamm zu vergraulen. Online floriert derweil das Geschäft mit guten Markenprodukten, die unter besseren Bedingungen hergestellt wurden und länger halten. Das beruhigt auch das ökologische und das ethische Gewissen der Kunden. Dafür sind sie auch bereit, auf verschiedene Vorteile des Offline-Handels bei Textilien zu verzichten.

Online kann man nichts anprobieren. Das ist aber für viele Kunden nicht so wichtig, wenn dafür beispielsweise die Möglichkeit einer kostenlosen Retour gegeben ist. So bestellen viele Kunden heute eine Vielzahl an Textilien online – in verschiedenen Größen – und schicken anschließend zurück, was nicht gepasst hat. Das sorgt für einen hohen logistischen Aufwand bei den Online-Händlern, den sie aber immer besser zu beherrschen wissen. Die analogen Konkurrenten stehen dadurch zunehmend unter Druck.

Wie man online mit Textilien Erfolg hat

Wer heute online mit Textilien handeln will, sollte die gegenwärtigen Trends gut verinnerlicht haben. Im zunehmenden Maße setzen die Kunden auf eine nachhaltige Produktion, bevorzugen Bio-Materialien (wie etwa Bio-Baumwolle) und gute Produktionsstandorte. Dafür sind sie auch bereit, deutlich mehr Geld zu bezahlen. Natürlich wollen sie dafür auch bessere Qualität. Wenn man ihnen erklärt, dass ein sauber und hochwertig produziertes Shirt auch deutlich länger hält, kaufen sie es mit gutem Gewissen sehr gerne. Rechnet man ihnen dazu noch einen vertretbaren CO2-Fußabdruck aus, hat man einen entscheidenden Vorteil gegenüber Billighändlern.

Tipp: Beim Versand entsteht meist ein zusätzlicher ökologischer Fußabdruck. Diesen kann man mit kleinen Abgaben an entsprechende Organisationen kompensieren. Schon jetzt machen sich das viele Händler zu eigen und überlassen es den Kunden, ob sie pro Bestellung ein paar Cent zur CO2-Kompensation beitragen wollen. Viele nehmen dies bereitwillig an.