Headless E-Commerce: Mit Shopware 6 erfolgreich Shops skalieren

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Mit dem weiterentwickelten Shopware 6 erhalten Shopbetreiber nicht nur ein weiterhin modular aufgebautes, starkes CMS und Shopsystem in die Hände, auch profitieren sie von Headless E-Commerce – was weit mehr als nur Trend oder Buzzword ist.

Was genau ist mit Headless E-Commerce gemeint?

Shop- und Content-Management-Systeme bestehen, vereinfacht ausgedrückt, aus zwei großen Teilbereichen: Einerseits dem Frontend, der Interaktionsfläche des Nutzers und was er tatsächlich sieht, sowie andererseits dem Backend. Letzteres dient Ihnen als Betreiber zum Schalten und Walten, hier trifft die technische Infrastruktur mitsamt all ihren Komponenten auf einzelne Geschäftsprozesse. Der User selbst hat auf das Backend natürlich keinen Zugriff, Sie pflegen da aber Inhalte und Produkte ein, passen Templates oder Warenverfügbarkeiten an und verwalten Bestellungen – im Backend laufen also viele verschiedene interne Geschäftsprozesse ineinander.

Die kleine Revolution mit großer Wirkung, die Shopware 6 als Headless-E-Commerce-Lösung anbietet, liegt im Detail: Das Shopsystem trennt damit das Back- ganz klar vom Frontend, was wiederum eine gute Sache ist! So erhalten Sie fortan noch mehr Flexibilität, profitieren von einer verbesserten Skalierbarkeit sowie einer gesteigerten Effizienz. Ein weiterer Vorteil: Bei Umstellungen und Veränderungen im Frontend, beispielsweise durch progressive Web-Apps oder die Implementation neuer Shopping-Kanäle, finden im Backend keine Veränderungen statt.

Übrigens: In Shopware 5 sowie anderen monolithisch aufgebauten Shopsystemen sind und waren Front- sowie Backend noch miteinander verbunden. Allein deshalb lohnt es sich für Händler, die noch solche monolithischen Systeme verwenden, sich mit einer Umstellung auf das auf die Zukunft ausgerichtete Shopware 6 zu beschäftigen.

Die Vorteile von Headless E-Commerce in Shopware auf einen Blick:

  • Sie steigern über den gesamten Shop hinweg die Flexibilität
  • künftig den Shop zu skalieren, gelingt durch Headless E-Commerce weitaus einfacher
  • Sie müssen nicht zwangsläufig ein Frontend von Shopware verwenden, sondern könnten Ihr eigenes Frontend entwickeln und nur das Shopware-6-Backend nutzen
  • viele APIs (Schnittstellen) zu weiteren Anbietern und Dienstleistern helfen bei der horizontalen und vertikalen Ausweitung des Shops
  • Fremdsysteme lassen sich durch diese APIs ebenfalls integrieren

Mehr aus Shopware herausholen – mit Plugins für Shopware 6

Mit den Plugins für Shopware 6 erweitern Sie die Funktionalität des CMS sowohl im Back- als auch Frontend. Sie können eigene Arbeitsprozesse optimieren oder Ihren Kunden neue, wertvolle Funktionen und Features anbieten. Durch die verschiedenen Plugins können Sie Ihr Shopsystem an Ihre persönlichen Vorstellungen anpassen. Die einzelnen Plugins weisen Funktionen wie die intelligente Suche mit Elasticsearch, Produktvideo im Listing und Detailseite oder ein PDF-Flipbook für Erlebniswelten auf. Durch Plugins können Sie so die Basisfunktion Ihres Shopsystems durch nützliche Features erweitern und optimieren.

Möglichkeiten, die sich durch Shopware 6 und Headless E-Commerce ergeben

Aufgrund der Umsetzung als Headless-E-Commerce-System ergeben sich in der aktuellen Shopware-Generation eine Reihe von neuen Möglichkeiten, die bisher entweder so nicht oder lediglich unter großem Aufwand umsetzbar waren.

Ideal für Omni- und Multi-Channel-Shops

Heutzutage setzt das Gros der Händler im Netz nicht mehr nur auf einen Verkaufskanal, also den Online-Shop selbst. Stattdessen werden viele Verkaufskanäle gleichermaßen „angezapft“, denn diese Marktplätze haben oftmals ein Vielfaches des eigenen Traffics, können neue Kunden in den Shop lotsen und damit maßgeblich die generierten Umsätze und Verkäufe steigern – wie beispielsweise mit Amazon, Ebay oder den unterschiedlichen Shoppingkanälen in den populären sozialen Netzwerken.

Mit Headless E-Commerce gelingt die Implementation neuer und weiterer Verkaufskanäle viel einfacher, denn das gesamte Konzept fußt darauf, Händlern eine größtmögliche Flexibilität anzubieten. Dank der verschiedenen APIs in Shopware sowie der genannten Marktplätze und Kanäle lassen sich die Kanäle einfach integrieren, ohne dass am System selbst tiefgreifende Veränderungen erforderlich sind – das reduziert den Arbeits- und Wartungsaufwand, im Gegenzug können Händler mit Omni- und Multi-Channel-Strategien ihre eigene Effizienz steigern.

Auf die Zukunft ausgerichtet

Technologische Weiterentwicklungen und Innovationen finden auf digitaler Ebene fortlaufend statt. Obgleich diese eine Reihe von Vorteilen bieten, sind sie für Händler auch mit einem ständigen Aufwand verbunden. Nicht selten musste ein Shop, sofern eine neue Technologie marktreif wurde, komplett ersetzt werden oder einen Relaunch durchlaufen.

Mit Headless E-Commerce bleiben Sie hingegen auch in der Zukunft flexibel. Da bei dieser Variante das Front- und Backend komplett voneinander getrennt sind und lediglich über die jeweiligen Schnittstellen miteinander kommunizieren, können Sie das Frontend oder Backend weiterentwickeln, ohne auf den jeweils anderen Teil Ihres Shops achten zu müssen. Ein Beispiel dafür gibt es ebenso: Stellen Sie sich vor, Kunden kaufen in der Zukunft vermehrt über ihre VR-Brillen oder per Voice Search. Beides würde sich einfach in den Shop implementieren lassen, ohne diesen komplett neu entwickeln lassen zu müssen.

Kunden-Touchpoints schnell integrieren

In monolithischen Systemen müssen Sie für jeden weiteren Touchpoint zu Ihrer Zielgruppe und Kundschaft, zum Beispiel innerhalb der sozialen Netzwerke, umständlich weitere Plugins installieren. Während Erweiterungen zwar auch in Shopware 6 einen enormen Vorteil bieten, blähen zu viele Erweiterungen den Code auf und können beispielsweise die Ladezeiten verlangsamen.

Bei einem Headless-E-Commerce-System wie Shopware 6 sind die Grundvoraussetzungen für weitere Touchpoints aber schon über die unzähligen Schnittstellen vorhanden. Damit reduzieren Sie effizient die Time-to-Market von neuen Funktionen und Features und profitieren weiterhin von einem schlanken Code – was sich auf die Ladezeiten und damit auf den Erfolg der eigenen SEO-Bemühungen auswirkt.

Effizienter die Zielgruppe erreichen

Flexibilität entsteht nicht nur durch neue, sondern auch individuell umgesetzte Touchpoints. Aufgrund der Trennung zwischen Front- und Backend haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, personalisierte Angebote lediglich über einzelne oder ausgewählte Verkaufskanäle anzubieten. Das optimiert nicht nur den Verkaufsprozess in seiner Ganzheit, zugleich erhalten Ihre Kunden damit einheitlich hochwertige Einkaufserlebnisse. Headless E-Commerce ist also ein großer Vorteil in puncto Customer Journey.

Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen klassischem Frontend und PWA?

PWA steht kurz für „Progressive Web App“ und ist eine alternative Version des Shopware-Frontends. PWA wird zusammen mit Partnern von Shopware entwickelt und gilt als hochperformante sowie stark individualisierbare Lösung.

Welche Features bringt Headless E-Commerce noch mit?

Sie könnten die verschiedenen Features und Funktionen zum effizienten Storytelling, für ein modernes Social-Shopping-Erlebnis oder virtuelle Showrooms verwenden. Auch anspruchsvolle Produkt-Konfigurationen lassen sich dank der Teilung unkompliziert und effizient integrieren.

Wie lassen sich mit Headless E-Commerce Performance-Verluste reduzieren?

Aufgrund der flexiblen Schnittstellen ist es oftmals gar nicht notwendig, externe Plugins zu verwenden. Außerdem ermöglicht die Trennung zwischen Frontend und Backend eine jeweils separate Optimierung, ohne simultan an zwei Stellschrauben zeitgleich drehen zu müssen.