Industrie: Sicherheitstanks trotzen selbst stärksten Säuren

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Nichts ginge in unserer industriellen Fertigung, gäbe es nicht ausgeklügelte Methoden, um mit Gefahrstoffen umzugehen. Heute haben wir vielfältige Möglichkeiten, um selbst hochgefährliche Säuren sicher transportieren zu können. Das funktioniert vor allem über Sicherheitstanks.

Wie sind Sicherheitstanks gegen Gefahrstoffe gewappnet?

Hersteller von Sicherheitstanks für Gefahrenstoffe stehen grundsätzlich vor einem Problem: Der Einsatz von Sicherheitstanks in der Industrie ist notwendig, jedoch ist die Sicherheit der Tanks nicht das einzige Kriterium, das bei der Produktion der Behälter eine Rolle spielt. Die Behältnisse müssen zudem robust sein, also auch äußeren Einflüssen gut widerstehen können. Und sie sollen bestenfalls auch noch leicht sein, um den Transport nicht unnötig zu erschweren. Natürlich gibt es auch Sicherheitsbehälter aus legiertem Stahl. Dieser verwahrt viele Gefahrstoffe ebenfalls sicher im Tank.

Aber: Stahl ist schwer. Wer eine ganze LKW-Ladung Gefahrstoffe auf die Reise schicken will, bekommt da schnell ein Problem. Mehr Ladung bedeutet mehr Gewicht, und mehr Gewicht bedeutet mehr Kraftstoffeinsatz. Insgesamt ist die leichte Lagerung also auch eine Kostenfrage. Aus diesem Grund kommen in der Industrie bei der Lagerung und dem Transport von Gefahrstoffen oft sogenannte hochdichte Polyethylene zum Einsatz. Sie werden oft mit „HDPE“ (high density polyethlyen) abgekürzt. Es handelt sich dabei um Kunststoffe, die bei der Herstellung extrem stark verdichtet wurden.

Die Abkürzung „high density“ wird für Stoffe mit einer Dichte zwischen 0,94 Gramm pro Kubikzentimeter und 0,97 Gramm pro Kubikzentimetern verwendet. Diese Kunststoffe halten nicht nur aggressiven Säuren stand, sondern sind zudem auch sehr leicht und erfüllen daher alle Anforderungen, welche die industrielle Fertigung an Sicherheitstanks stellt.

Wofür werden in der Industrie Gefahrstoffe verwendet?

Man könnte sich natürlich die Frage stellen, ob gefährliche Säuren und andere Gefahrstoffe überhaupt in der Industrie verwendet werden müssen, wenn das Endprodukt doch meist für den menschlichen Gebrauch gedacht ist und daher so ungefährlich wie möglich sein sollte. Leider ist das zu einfach gedacht. Bis zum fertigen Produkt durchlaufen die chemischen Substanzen, die in unserer modernen Industrie zum Einsatz kommen, viele Stadien. Besonders Säuren und Laugen werden gern bei der Herstellung vieler Produkte verwendet, auch Lacke und Treibstoffe kommen gelegentlich zum Einsatz.

Diese Stoffe sind in ihrer Rohform für den Menschen schädlich und dürfen nicht auslaufen. Früher war die Arbeit mit solchen Stoffen äußerst riskant, da noch keine so guten Methoden existierten, um sie sicher transportieren zu können. Heute sorgen hochdichte Polyethylene überall in der verarbeitenden Industrie dafür, dass Arbeiter und Maschinen vor giftigen Dämpfen und ätzenden Flüssigkeiten bestmöglich geschützt sind. Damit tragen Sicherheitstanks einen erheblichen Teil zur Produktivität und Arbeitssicherheit der Industrie bei. Gut so!