Business-Trip nach Kanada: Was man bei einer Geschäftsreise beachten sollte

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Mit seinen sanften Hürden für Einreise und Handel ist Kanada ein attraktiver Standort für viele Unternehmen weltweit. Daher ist es wenig verwunderlich, dass insbesondere europäische Unternehmen mehr und mehr Kontakt zum kleinen Bruder der USA suchen. Dass dieser unter Umständen gar nicht so klein ist, zeigt dieser Artikel.

Visum für Kanada: Antragsstellungen und Bedingungen

Für die Mehrheit der Geschäftsaufenthalte ist es in Kanada gar nicht nötig, ein richtiges Visum zu beantragen. Das ist auch gut so, denn der klassische Visumsantrag dauert unter Umständen mehrere Wochen. Wer über einen gültigen Reisepass (mindestens sechs Monate) verfügt, kann bei kürzeren Aufenthalten auch eine sogenannte eTA beantragen. Bei der eTA handelt es sich um eine Art vereinfachtes Visum. Die eTA ist für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen am Stück gedacht und lässt sich einfach online beantragen. Mehr zum Antragsprozess findet sich unter https://www.eta-kanada-visums.de. In diesem Sinne ist es sinnvoll, die Geschäftsreise vergleichsweise kurz zu halten.

Viele Workshops in Kanada richten sich logischerweise nach der Aufenthaltsgenehmigung. Die Dauer von Kursen und anderen Veranstaltungen übersteigt selten die 30 Tage, weil hiermit die Hürden für eine Einreise und einen längeren Aufenthalt deutlich steigen. Das bedeutet auch, dass Unternehmen deutlich mehr investieren müssen, um ihre Mitarbeiter für einen Aufenthalt von mehr als 30 Tagen nach Kanada zu entsenden.

Warum sich ein Business-Trip nach Kanada lohnt

Deutsche Unternehmer schätzen Kanada aufgrund vieler verschiedener Faktoren. Zunächst: In Kanada herrscht ein ähnliches unternehmerisches Mindset wie in den USA. Vor allem IT-Unternehmen sind hier an der Spitze der innovativen Entwicklungen. Viele US-amerikanische Fachkräfte wandern wegen des besseren und oftmals auch günstigeren Lebensstandards nach Kanada aus, um dort ihre Wunschprojekte umzusetzen. Anders als die USA leidet Kanada also nicht unter einem „brain drain“, sondern freut sich über ständige, qualifizierte Zuwanderung. Auch die Hürden zum dauerhaften Aufenthalt in Kanada sind vergleichsweise niedrig.

Wer eine Geschäftsreise nach Kanada macht, kann also von der gleichen unternehmerischen Expertise lernen, wie wenn er in die USA gereist wäre – nur gestaltet sich die Einreise in der Regel deutlich einfacher. Als Standort für Fachkräfte wird sich durch das politische Ungleichgewicht zwischen den USA und Kanada die Situation in Zukunft noch weiter verbessern. Da Unternehmen in den USA beim Blick auf die politische Weltlage zunehmend unruhig werden, gehen sie mehr und mehr dazu über, ihre Produktion ins stabilere Kanada zu verlagern. Kanada freut sich über solchen Zuwachs und erleichtert Unternehmen die Ansiedlung.

Geschäftsreisende profitieren hier also von einem allseitig angenehmen Geschäftsklima und der Möglichkeit, wertvolle Geschäftskontakte zu knüpfen und viel zu lernen. Das ist insbesondere für den Dienstleistungsstandort Deutschland, der mehrheitlich vom Wissenstransfer profitiert, wahnsinnig interessant.