Prepaid-Kreditkarten: Flexible Alternative zu herkömmlichen Kreditkarten

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Ivan Kruk/123rf.com

Prepaid-Kreditkarten sind eine praktische Angelegenheit: Im Gegensatz zur klassischen Kreditkarte mit festgelegtem Rahmen, läuft der Eigentümer einer Prepaid-Karte nicht so schnell Gefahr, sich zu überschulden. Trotzdem gewährt die Karte eine hohe Flexibilität, wird in den allermeisten Geschäften gern genommen und ermöglicht einfaches, bargeldloses Zahlen im Ausland. Sie ist die ideale Mittelweg zwischen EC-Karte und vollumfänglicher Kreditkarte.

Welche Varianten von Prepaidkarten gibt es?

Weil Prepaid-Kreditkarten keinen echten Kreditrahmen zur Verfügung stellen, werden sie von Banken in der Regel sehr viel freizügiger ausgegeben. Unter Umständen entfällt sogar die bei vielen Banken üblicherweise notwendige Kopplung der Kreditkarte an ein Girokonto. Eine Schufa-Auskunft entfällt in der Regel ebenfalls. Viele Banken verlangen unterschiedliche Gebühren für eine Prepaid-Kreditkarte.

Sofern der Kunde keine weiteren Konten bei der Bank unterhalten möchte, muss in der Regel eine gewisse jährliche Gebühr entrichtet werden. Diese kann manchmal  entfallen, wenn gleichzeitig ein Girokonto eröffnet wird. Der Umfang der jährlichen Gebühr ist von Bank zu Bank verschieden, Interessierte können verschiedene Angebote hier vergleichen.

Für wen eignen sich Prepaid-Kreditkarten?

Besonders beliebt sind Prepaid-Kreditkarten bei Menschen, die oft oder länger verreisen. Für einen vorübergehenden, längeren Auslandsaufenthalt ist die Prepaid-Karte ideal: Reisende können bequem via Online-Banking Geld auf ihre Kreditkarte laden und damit im Ausland in der Regel überall gebührenfrei bezahlen und abheben. Gern genutzt wird die Prepaid-Kreditkarte auch für Kinder oder Teenager. Hier minimiert sie die Risiken, die entstehen können, wenn die Karte geplant oder ungeplant überzogen, verloren oder gestohlen wird.

Außerdem können Eltern über das Aufladeprinzip einfach kontrollieren, welche Geldmengen verwendet werden. Des Weiteren lässt sich die Prepaid-Kreditkarte problemlos an Schüler und Studenten ausstellen, auch wenn diese über kein oder nur ein geringfügiges Einkommen verfügen. Bei einigen Anbietern können die Karten sogar individuell mit einem auswählbaren oder eigenen Motiv gestaltet werden.

Kamil Macniak/123rf.com

Aber auch für Gelegenheitsreisende ist die Prepaid-Karte interessant. Sie bietet Flexibilität im Ausland bei geringem Risiko. Falls die Karte doch einmal verlorengehen sollte, kann sie höchstens bis zum aufgeladenen Betrag genutzt werden. Darüber hinaus bieten einige Banken auch bei Prepaid-Karten an, bei Verlust oder Diebstahl bis zu einer gewissen Summe zu haften.

Eine Sache kann jedoch tückisch werden: Eigentümer von Prepaid-Kreditkarten sollten es vermeiden, regelmäßig wiederkehrende Zahlungen von ihrer Karte abbuchen zu lassen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn mit der Karte ein Zeitschriften-Abo abgeschlossen wird. Da sie immer aufgeladen werden muss, ist nicht immer sichergestellt, dass die Karte zum Zeitpunkt der Abbuchung auch wirklich gedeckt ist.

Schlimmstenfalls können Zahlungsrückstände entstehen, von denen der Eigentümer zu spät mitbekommt. Dann müssen Mahnungen mit den entsprechenden Gebühren gezahlt werden. Prepaid-Kreditkarten eignen sich daher am besten für Bargeldabhebungen oder direkte Zahlungen.