Schutzfolien für die Automobilindustrie: Der sichere Weg zum Kunden

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Jasen Wright/shutterstock.com

Ein neues Auto zu kaufen ist in der heutigen Zeit ein euphorischer Moment. Ein hoher Anschaffungspreis ist einer der Gründe. Ein anderer ist der Wandel des Automobils in der gesellschaftlichen Bedeutung. Schon lange ist ein Fahrzeug kein praktisches Fortbewegungsmittel mehr. Es ist ein konfiguriertes Luxusobjekt, dessen erster Fahrt neue Besitzer entgegenfiebern. Der Zustand bei der Schlüsselübergabe lässt keine Kompromisse zu. Der Lack muss ohne jeden Kratzer sein.

Der Innenraum muss den besonderen Duft eines Neuwagens verströmen und völlig staubfrei sein. Damit dieser Zustand zwischen Werksauslieferung und Übergabe an den Kunden gesichert ist, gibt es selbstklebende Schutzfolien in der Automobilindustrie. Schutzfolien haben keine Ansprüche an das Design. Die einzige Funktion besteht darin, das Automobil während der Produktion und für die Zeit der Überführung zum Kunden vor schädigenden Einflüssen zu schützen. Steinschläge in der Scheibe, Schrammen im Lack oder Kratzer an den Kunststoffschienen im Einstiegsbereich dürfen einfach nicht vorkommen.

Schutzfolien im Produktionsprozess

Die Fertigung von Fahrzeugen unterliegt heute vielen automatisierten Prozessen. Einzelne Komponenten werden an unterschiedlichen Standorten produziert und zum Standort der Fertigungsanlage geliefert. Bauteile mit empfindlichen Oberflächen werden schon im frühen Stadium der Fertigung mit Schutzfolien versehen. Folien schützen nicht nur vor mechanischen Beschädigungen, sondern auch vor extremen Temperaturen und chemischen Einflüssen. Neben dem Schutz ist die rückstandslose Ablösbarkeit ein wichtiges Kriterium.

Kein Kunde möchte Klebespuren auf den hochwertigen Komponenten im Innenraum oder auf der Lackierung. Eine nachträgliche Reinigung ist zeitaufwendig und kann zu Beschädigungen führen, die den Fertigungsprozess verlängern oder den Wert des Fahrzeugs mindern.

Schutzfolien für die Lackierung

Die Lackierung eines Fahrzeugs muss mit äußerster Präzision ausgeführt werden. Viele Fahrzeugbauer setzen hier auf automatische Prozesse. Das Abkleben der Bereiche, die nicht lackiert werden, müssen weiterhin mit Schutzfolien abgedeckt werden. Dies gilt nicht nur beim Neubau, sondern ist auch für Werkstätten von Bedeutung, die sich auf die Reparatur spezialisiert haben. Passgenaue Folien, die sich an die geschützten Bereiche wie von selbst anlegen, erleichtern eine exakte Lackierung und sparen Zeit. Lackierbetriebe, die eine individuelle Fahrzeuggestaltung anbieten, benötigen Folienzuschnitte, die außerhalb des Standards liegen. Kurven mit kleinem Radius oder anderen Design werden hier in kleinen Auflagen benötigt.

Schutzfolien gegen unangenehme Geräusche

Während die meisten Folien kurz vor der Übergabe an den Kunden entfernt werden, bleiben einige Schutzfolien im Auto. Die sogenannten Knarzfolien sollen verhindern, dass unangenehme Geräusche auftreten. Überall dort, wo Materialien engen Kontakt haben und Reibungspunkte entstehen, kann es zu knarzenden Geräuschen kommen. Dies vermindert in der Regel nicht die Funktion des Autos, ist aber unangenehm und sollte in einem Neuwagen nicht auftreten. Knarzfolien müssen ausgezeichnete Klebeeigenschaften haben und dürfen sich auch nach Jahren nicht ablösen. Gleichzeitig sollen die Schutzfolien möglichst unsichtbar ein und den optischen Gesamteindruck des Innenraums nicht stören.