HMI: Die intelligente Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

0
93
TippaPatt/shutterstock.com

Das Kürzel HMI steht für Human Machine Interface. Dahinter verbirgt sich ein Zugang, über den Menschen mit einer Maschine in Interaktion treten können. Der Zugang zur Maschine erfolgt über intelligente Software-Lösungen und über anwendungsfreundliche Hardware-Komponenten.

HMI ermöglicht die Kommunikation mit Maschinen über eine intuitive Steuerung, die an die Nutzung von Apps erinnert. Ein gutes Interface macht die Funktionsweise einer Maschine transparent und unterstützt das Verständnis für die Anwendung. Die Bedienung von komplexen maschinellen Vorgängen wird selbsterklärend und über durchdachte Benutzeroberflächen können die gestellten Anforderungen eigenständig umgesetzt werden.

HMI als übergreifende Kommunikation

In einer plakativen Sichtweise ersetzt das Touchpad die Tastatur. Die mechanischen Bedienelemente wie Tasten und Hebel stehen für eine analoge Bedienung von Maschinen. Diese Technik steht für ein geschlossenes System. Die Abläufe der Arbeitsprozesse laufen im Verborgenen ab und werden nach streng festgelegten Anweisungen von außen gesteuert. Anwender:innen müssen nicht wissen, was im Inneren passiert, da auf die Abläufe kein direkter Einfluss genommen werden kann. Die Nachteile dieser Arbeitsweise liegen auf der Hand. Das System ist unflexibel und ist wenig kompatibel oder erweiterbar.

HMI macht jede Maschine zum kommunikativen Knotenpunkt. Daten aus dem Arbeitsprozess werden nach außen weitergeben und liefern Informationen, die über die entsprechenden Stellen als Verbesserung in den Prozess zurückfließen können. Der Zugang zu den Kommunikationskanälen ist das mittlerweile vertraute Touchpad, das über eine intelligente Software, eine intuitive Bedienung ermöglicht.

HMI erhöht die Wirtschaftlichkeit

Die Einrichtung einer HMI-Schnittstelle ist eine kostensparende Lösung für ein Unternehmen. Der Produktionsprozess wird über die genauen Kenntnisse im Arbeitsablauf skalierbar und kann darüber bedarfsgerecht gesteuert werden. Im Falle eines Defekts können Servicetechniker über das Auslesen der Daten eine Störung gezielt ermitteln. Der Produktionsausfall durch einen Stillstand der Maschine wird dadurch reduziert. Neue Beschäftigte müssen nicht über einen langen Zeitraum eingearbeitet werden, da eine durchdachte Menüführung die Anwendung erleichtert.

Ein offenes System lässt sich schnell und unkompliziert durch zusätzliche Funktionen erweitern. Letztlich werden durch die Digitalisierung Arbeitsabläufe vereinfacht und zusammengefasst. Eingehende Bestellungen können zum Beispiel direkt an die Produktion weitergeben werden und ohne Zeitverlust hergestellt werden.

Wie wird HMI die Zukunft bestimmen?

HMI basiert auf vier festen Komponenten. Maschine, Anzeige, Bedienfeld und Mensch werden durch einen variablen Teil beeinflusst und das ist die technische Entwicklung. Die Automatisierung im Produktionsprozess wird immer weiter fortschreiten und die Arbeitsabläufe werden stetig komplexer und detaillierter. Ohne einen effektiven Austausch wird die Bedienung von Maschinen zur Herausforderung für den Menschen. Ein gutes Beispiel aus dem Alltag ist das Fahren eines Autos. Das Lenkrad hat sich von der ehemals einzigen Funktion, dem Lenken des Fahrzeugs, zu einer HMI-Schnittstelle entwickelt. Über das Lenkrad werden die Scheiben gereinigt, das Autoradio geregelt oder das Telefon aktiviert und alle Funktionen sind fest integriert.