Trends im E-Commerce: Welche Innovationen beeinflussen das digitale Business?

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Der Onlinehandel boomt. Immer mehr Unternehmen bieten Produkte oder Dienstleistungen teilweise sogar ausschließlich digital zum Verkauf an. Dabei müssen sich Unternehmen ständig den sich ändernden Marktbedingungen anpassen.

Die Schnelllebigkeit am Markt macht den E-Commerce zur Herausforderung, aber es gibt zahlreiche Best Practice Beispiele, die zeigen, wie es optimal funktioniert. Wer also erfolgreich online verkaufen möchte, sollte sich an den Besten orientieren. Diese passen sich schnell an die fluktuierende Marktsituation und Wirtschaftslage an. Beispiele dafür sind große Versandhäuser, der Lebensmittelhandel oder Lieferservice Anbieter. Was hier vor ein paar Jahren nur telefonisch oder direkt im Shop oder Restaurant möglich war, geht heute mit wenigen Klicks unkompliziert und von überall aus mit perfekt programmierten Apps.

Ähnlich ist es in der Unterhaltungsbranche, beispielsweise im iGaming Bereich. Gab es vor einigen Jahren ausschließlich stationäre Casinos, so hat sich dieses Geschäftsmodell heutzutage fest am digitalen Markt etabliert. Mit den Echtgeld Casinos im Netz wurde ein neuer, riesiger Markt erschlossen, der bisher ungenutzt war. Sämtliche Prozesse bei den digitalen Spielbanken – von der Registrierung über abwechslungsreiche Spiele bis hin zur Auszahlung der Gewinne – können mittlerweile reibungslos online abgewickelt werden. Es spielt keine Rolle, ob man die Spiele im Browser oder in der App öffnet.

Im gesamten Gaming Bereich wurden die Prozesse bei der Kaufabwicklung optimiert und sie sind so für viele andere Branchen eine Best Practice Vorlage. Zusätzlich gibt es weitere Modelle, die derzeit angesagt sind:

  • Social Shopping
  • Re-Commerce
  • Direct-to-Customer (D2C)
  • Omnichannel
  • AR & VR

Shoppen in sozialen Medien: Social Shopping

Der Anteil der Menschen, die in den sozialen Medien shoppen, nimmt kontinuierlich zu. Beim Scrollen durch die Facebook- oder Instagram-Feeds findet man zahlreiche Werbeanzeigen für die unterschiedlichsten Produkte und Dienstleistungen. Eine der beliebtesten Plattformen – Instagram – hat schon vor einiger Zeit ein neues Feature veröffentlicht. Damit kann man Shoppable-Posts erstellen, wobei man bis zu fünf Produkte pro Post taggen kann. Diese Tags sind dann verlinkt mit Produktinformationen, Preisen und einem Link direkt zum Shop.

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Auch der Traffic-Lieferant Pinterest bietet Online-Händlern eine Vielzahl von Optionen, um die Produkte im Netzwerk zu teilen. Besonders macht diese Plattform auch die visuelle Suche. Hier suchen die Nutzer aktiv nach Dingen und Ideen, die sie dann auch tatsächlich bereit sind, zu kaufen. Wer aktiv auf Pinterest verkaufen möchte, kann zwischen mehreren Arten von Pins wählen:

  • Promoted Pins: Diese werden als normale Pins dargestellt. Durch die Bezahlung wird dieser aber einem deutlich größeren Publikum angezeigt.
  • Rich Product Pins: Diese Pins beinhalten Echtzeit-Preise und Verfügbarkeiten. Zudem gibt es Infos darüber, wo man die Produkte kaufen kann.
  • Buyable Pins: Bei diesen Pins gibt es eine direkte Kaufoption auf Pinterest.

Wer auf ein jüngeres Publikum abzielt, sollte sich Snapchat genauer anschauen. Dieser Social-Media-Kanal bietet die Funktion „Shoppable AR“. Das ist eine Kombination aus Augmented Reality und Shopping. Je nachdem, welche Zielgruppe man ansprechen möchte und wie die Produktpalette aussieht, sollte man sich im Vorfeld genau überlegen, auf welcher Plattform man Social Shopping anbietet. Was IT und Programmierung betrifft, sind alle Anbieter auf dem neuesten Stand und bieten gewinnbringende Medien-Modelle.

Re-Use für Re-Commerce

Ein im Sinne des Umweltschutzes immer stärkerer Trend ist der Verkauf von gebrauchter Ware im E-Commerce. Beim Reverse Commerce werden gebrauchte Schuhe, Kleidung, Bücher, Gegenstände, Computerspiele und andere Elektronik weiterverkauft. Die Nachhaltigkeit ist so auch im digitalen Business angekommen. Hier spielt es eine große Rolle, ob das gewählte Unternehmen ökologisch handelt. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher achten auf Umweltbelange und legen Wert auf Nachhaltigkeit. Dabei geht es nicht nur um das Produkt selbst, sondern auch um Verpackung, Versand und den CO2-Fußabdruck. Dieser Trend wird uns auch in den kommenden Jahren stetig begleiten.

Verkaufen ohne Zwischenhändler: Direct-to-Customer (D2C)

Mit dem Beginn des E-Commerce hat der Trend begonnen, den Kunden direkt erreichen zu wollen. Zwischenhändler werden langfristig immer unwichtiger, denn über das Internet hat man direkten Kontakt zum Kunden. Direct-to-Customer ist ein E-Commerce Trend, der auch in den kommenden Jahren erhalten bleiben wird. Besonders gut funktionieren hier Treueprogramme und Abo-Modelle. Zudem hat man durch den direkten Kontakt zum Kunden auch unmittelbares Feedback und kann so Produkte und Dienstleistungen konsequent optimieren.

Ein bisschen online, ein bisschen offline, oder einfach: Omnichannel

Wer mit den Verkaufszahlen wirklich durchstarten möchte, sollte an einer konsequenten Omnichannel-Strategie festhalten. Auch wenn besonders in den letzten 2 Jahren die Umsatzzahlen im E-Commerce rasant gestiegen sind, so haben viele Kunden nach wie vor den Wunsch, stationäre Geschäfte zu besuchen. Es ist nicht immer ganz einfach, ein Geschäftslokal finanziell rentabel zu führen. Deshalb gibt es auch hier schon alternative Konzepte. Die Rede ist von Popup-Stores oder Showrooms. Hier kann man Produkte erleben, bevor man eine endgültige Kaufentscheidung trifft. Wichtig ist, dass sich die Online- und Offline-Kanäle ergänzen und verstärken. Nur so kann man den Kunden ein optimales Einkaufserlebnis bieten.

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Eine neue Sicht auf Produkte mit Augmented Reality & Virtual Reality

Die erweiterte Realität – auch bekannt als Augmented Reality (AR) sowie die Virtuelle Realität (VR) haben – wie in vielen anderen Bereichen – auch im E-Commerce das Potenzial, die Branche zu revolutionieren. Zukünftig wird diese Technologie wohl eine Ergänzung für die Omnichannel-Philosophie sein. Denn AR und VR ermöglichen den Händlern, Produkterfahrungen außerhalb des physischen Geschäftes anzubieten. So bietet vor allem die Augmented Reality Unternehmen eine Möglichkeit, die Kundenerfahrung während der kritischen Phase der Kaufentscheidung zu verbessern.

IKEA ermöglicht es den Kunden mit der Place App virtuelle Räume realitätsgetreu einzurichten. So kann man viel Positives zum Thema Kaufentscheidung beitragen. Modelabels, Kosmetikfirmen und viele andere Branchen nehmen diese Technologien liebend gerne in die Unternehmenskommunikation auf. Es gibt kaum eine Firma, die in dieser Technologie nicht unglaubliches Potenzial sieht.

Fazit

Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Konzepte, die den Online Handel mit neuen Technologien und Strategien befeuern. Das Wichtigste für alle Shopbetreiber ist, dass man die Entwicklungen im Auge behält und auch immer schnell umsetzt. Und der wichtigste Trend der für Online-Shopping und stationäre Einkaufserlebnisse gilt: die Kundenzufriedenheit. Diese wird wohl nie aus der Mode kommen und sollte immer an oberster Stelle stehen!