Dogecoin: Der Hype um die Memecoin erklärt

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alfernec/shutterstock.com

Der Aufstieg der Memecoins wie Shiba Inu (SHIB) und Dogecoin (DOGE) lässt sich schnell als das Resultat des Krypto-Hypes und deren Blasenbildung abtun. Allerdings steckt hinter dem Konzept mehr, als man zunächst vermuten sollte. Vor allem Dogecoin, die erste „Memecoin“ überhaupt, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Die Ursprünge von Dogecoin

Dogecoin entstand ursprünglich im Jahre 2013 als ein Scherz. Damit ist die Kryptowährung mit dem Porträt des Shiba Inus eine der ältesten Kryptowährungen, welche noch immer relevant ist. Mit der Zeit ist dessen Bekanntheit und Beliebtheit immer weiter gestiegen. Die Programmierer Billy Markus und Jackson Palmer schufen Dogecoin damals, um sich über die Spekulationen und den Fokus auf den Preis der Kryptowährungen lustig zu machen. Dafür bedienten sie sich des damals beliebten Doge-Memes, welches den japanischen Hund Kabosu mit verschiedenen Texten in gebrochenem Englisch zeigte.

Zu ihrer beiden Überraschung gewann die Kryptowährung schnell an Beliebtheit, vor allem auf Reddit, wo es bald für kleine Geldspenden genutzt wurde. Das war, neben der Satire, auch eine der Hauptfunktionen von DOGE. Die Kryptowährung ist weniger als Wertspeicher ähnlich Bitcoin gedacht, sondern für Überweisungen von Kleinstbeträgen. Um das zu ermöglichen, weist die Memecoin niedrigere und schnellere Gebühren auf. Zudem ist Dogecoin inflationär ausgelegt. Es gibt keine maximale Obergrenze.

Angedacht war, dass dadurch der Preis eines DOGE relativ stabil bleiben sollte, wodurch es sich besser als alltägliches Zahlungsmittel nutzen lässt. Ursprünglich wurden 5 Millionen neue DOGE pro Jahr emittiert, seit einem Update im Februar 2014 verlangsamt sich die Inflation jedoch über die folgenden Jahrzehnte. Im Jahr 2035 soll sie nur 2 % jährlich betragen.

Der eigentliche Erwerb von Dogecoin

Der Erwerb von Dogecoin kann auf verschiedene Arten erfolgen, darunter der Kauf auf Krypto-Börsen oder der Handel mit anderen Nutzern über Peer-to-Peer-Plattformen. Der Kauf von Dogecoin über Krypto-Börsen erfordert in der Regel die Erstellung eines Kontos und die Überprüfung der Identität des Nutzers, bevor Einzahlungen in Fiat-Währungen oder Kryptowährungen getätigt werden können. Einige der bekanntesten Börsen für den Dogecoinkauf sind Binance, Kraken und Coinbase.

In jüngerer Zeit hat sich aber auch PayPal als beliebte Option für den Kauf von Dogecoin und anderen Kryptowährungen etabliert. Durch die Integration von Krypto-Transaktionen in seine Plattform ermöglicht PayPal den Nutzern den einfachen und schnellen Kauf von Dogecoin mit einer Vielzahl von Zahlungsmethoden, darunter Debitkarten, Kreditkarten und Banküberweisungen.

Eine starke Gemeinschaft

Dogecoin kann seit jeher auf eine enthusiastische und aktive Community zurückblicken. Dabei stand weniger der Profit durch enorme Kursgewinne im Vordergrund, sondern der Spaß und die Förderung wohltätiger Zwecke. So geriet die Kryptowährung mit dem Hunde-Meme in die Schlagzeilen, als die Community im Januar 2014 DOGE im Wert von 50.000 US-Dollar sammelte, um damit der jamaikanischen Bobschlitten-Mannschaft die Teilnahme an den Winterspielen in Sochi zu ermöglichen.

Weiterhin sammelte die Gemeinschaft bei der Aktion Doge4Water Coins im Wert von 30.000 US-Dollar, um den Bau eines Brunnen in Kenia zu unterstützen. Dabei arbeitete die Community mit der Non-Profit-Organisation Charity: Water zusammen. Mit den Jahren ist der philanthropische Ansatz jedoch verloren gegangen und Dogecoin entwickelte sich mehr zu einem Spekulationsobjekt. Vor allem junge Anleger entdeckten die Kryptowährung für sich.

Die Rolle des Dogefathers

Mit Zwiespalt blickt die Community auf den Einfluss von Elon Musk hinsichtlich der Entwicklung von Dogecoin. Auch wenn der Multimilliardär zwischenzeitlich seine Unterstützung für Bitcoin zurückgezogen hatte, hält er der Dogecoin weiterhin die Treue. So bezeichnete er sich selbst als den „Dogefather“ und nannte sie „the people’s coin“. Tesla akzeptiert weiterhin DOGE als Zahlungsmittel.

Viel wurde spekuliert darüber, welchen Einfluss Musk tatsächlich über den Kurs der Dogecoin hat. Zu Beginn des Jahres 2021 hatten Tweets des Tesla-Chefs den Preis der Kryptowährung in die Höhe katapultiert. Andere Prominente zwitscherten ebenfalls positiv über die Memecoin. Im Mai 2021 erreichte sie somit ein Allzeithoch von 0,63 US-Dollar. Von dem anschließenden Absturz des Preises konnte sich der Kurs bislang nicht erholen, auch wenn die Übernahme von Twitter durch Musk ebenfalls als ein Kaufsignal gewertet wurde und kurzzeitig für höhere Preise sorgte.

Dogecoin als Investition

Waren die enormen Kurssprünge im Jahr 2021 nur ein einmaliges Ereignis, oder eignet sich Dogecoin nach wie vor als Investition? Auch wenn sich seine ursprünglichen Schöpfer dagegen sträuben möchten, Dogecoin war seit jeher ein Asset, welches das Potential für hohe Gewinne hatte. Dank seiner Community und den medienwirksamen Projekten gewann die Kryptowährung immer wieder viel Aufmerksamkeit, welches sich in steigenden Kursen äußerte. Gleichzeitig ist die Memecoin aufgrund ihrer inflationären Natur weniger gut als Wertspeicher geeignet als Bitcoin. Ob DOGE noch einmal solche Kurssprünge wie im Mai 2021 erlebt, ist nicht gesichert, allerdings nicht unwahrscheinlich.

Dogecoin als Zahlungsmittel

DOGE als Zahlungsmittel für das eigene Unternehmen zu akzeptieren, kann sich als effektive Marketingstrategie herausstellen. Dabei kommt es sehr auf die eigene Zielgruppe an. Jung sollte sie sein, primär im Internet beheimatet und an Unterhaltung interessiert. Eine gewisse Risikobereitschaft gehört für Krypto-Anleger dazu. Die Integration von Kryptowährungen in die eigenen Geschäftsprozesse ist je nach Größe des Unternehmens unterschiedlich aufwendig. Es gilt, abzuwägen, ob der Aufwand es wert ist.