Bewerbung – So antwortet man auf Fangfragen im Vorstellungsgespräch

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Immer wieder liest man von fiesen Fragen in Vorstellungsgesprächen, die den Bewerber absichtlich unter Druck setzen sollen. So möchten Personaler angeblich herausfinden, wie ein Bewerber unter Druck arbeitet und mit scheinbar unlösbaren Problemen umgeht.

In der Tat wird bei solchen Fragen eher selten verlangt, dass sie korrekt beantwortet werden. Vielmehr geht es um die Vorgehensweise. Und auf die kann man sich vorbereiten!

Wie im Bewerbungsgespräch Fragen und Antworten formuliert werden

Die Frage nach persönlichen Makeln kann in Bewerbungsgesprächen auf unterschiedlichem Wege vorkommen. Es kommt nicht so sehr darauf an, wie im Bewerbungsgespräch Fragen und Antworten formuliert werden, wenn sich die Struktur ähnelt. Klassischerweise wird gefragt: „Was ihr Ihre größte Schwäche?“.

Es können aber auch Fragen gestellt werden, die in etwa so lauten: „Wie gehen Sie mit Kritk an sich um?“, „Was ist etwas, dass Sie bis heute bereuen?“ oder „Welche Eigenschaft an sich mögen Sie nicht?“ Alle diese Fragen zielen auf das Gleiche: Der Bewerber muss sich in die unangenehme Situation begeben, vor Menschen, vor denen er eigentlich glänzen will, seine ganz menschlichen Negativseiten preiszugeben.

Es ist keine kluge Idee, auf diese Fragen unehrlich zu antworten. Zu sagen, dass man mit Kritik überhaupt nie ein Problem habe, ist unauthentisch und unglaubwürdig. Genau wie die höchst unwahrscheinliche Antwort, dass man keine großen Schwächen habe. Eine gute Antwort ist ehrlich aber nicht verfänglich.

Auf die Frage nach Kritik ließe sich antworten, dass man sie sich „zu Herzen“ nehme, aber sich auch nicht davon kränken lasse. Eine ganz unverfängliche Schwäche wäre es beispielsweise, zu bescheiden zu sein und sich häufig unter Wert zu verkaufen. Wichtig ist weiterhin, dass der Bewerber beteuert, an seinen Schwächen arbeiten zu wollen.

Fiese Falle: Unlösbare Aufgaben

Zu den beliebten Fangfragen gehören auch Denkaufgaben, die schwer oder gar nicht lösbar sind. Beispiel: „Wie viele Golfbälle passen in eine Limousine?“ Diese Frage ist schon deshalb kaum exakt lösbar, weil Limousinen unterschiedlich groß sein können. Doch selbst, wenn der Personaler ein ganz konkretes Automodell nennt, geht es weniger um die richtige Lösung als um die Herangehensweise.

Der Arbeitgeber will sehen, ob der Bewerber irgendeine Zahl schätzt oder systematisch vorgeht, ganz gleich, ob er am Ende beim richtigen Ergebnis herauskommt. Bei diesen Fragen kann es helfen, laut zu denken: „Ein Golfball hat vielleicht drei Zentimeter Durchmesser…“ Weiter ließe sich überlegen, wie die genauen Abmessungen eines Autos aussehen, wie viel Rauminhalt das ergibt und wie viel man ungefähr für die Sitze und die restliche Innenausstattung abziehen müsste.

Nochmal: Es geht weniger darum, alle diese Maße und Angaben richtig zu schätzen, als vorweisen zu können, dass man einen ungefähren Plan hat, wie die Aufgabe zu lösen wäre. Im besten Fall entsteht der Eindruck: Für diesen Bewerber ist kein Problem so knifflig, dass er aufgibt.