Industrie: Diese alten und neuen Innovationen werden das Jahr 2019 prägen

0
59
© fotolia.com - wutzkoh

Nur wer konstant ein Auge auf Trends in der Industrie hat, kann langfristig mit seinem Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Dabei ist es nicht nur wichtig, ‚neue‘ Innovationen aufzuspüren und rechtzeitig zu implementieren, sondern auch alte Klassiker im Lichte eines veränderten unternehmerischen Bewusstseins wiederzuentdecken. Dieser Artikel klärt auf, wie das funktioniert.

Umweltbewusstsein ist die industrielle Leitlinie des 21. Jahrhunderts

Keine andere Idee hat die industrielle Innovationskraft in den vergangenen Jahren so sehr angetrieben wie der Versuch, die Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Dass es dafür eine Notwendigkeit gibt, ist längst ins öffentliche Bewusstsein durchgesickert. Die Unternehmen spüren das manchmal deutlicher als die Politik: Wer nachhaltig und gleichzeitig günstig produziert, gewinnt auf dem Markt.

Umso wichtiger ist eine Revision solider Techniken und Materialien, die in der Vergangenheit vielleicht überholt wurden, vor dem Hintergrund nachhaltiger Produktion aber vergrößertes Potential haben. Ein Beispiel wäre Streckmetall: Streckmetalle werden in der Industrie beinahe überall eingesetzt. Sie eignen sich beispielsweise zum licht- und luftdurchlässigen Abdecken und Absperren als auch als stabiles und gleichzeitig ökonomischer Untergrund für Förderbänder und ähnliches.

Streckmetalle sind ein Klassiker der industriellen Fertigung, durch ihr genial-einfaches Prinzip der Lochmasche aber gerade vor dem Hintergrund eines ökonomischen Bewusstseins enorm interessant. Streckmetalle ermöglichen es, mit möglichst wenig Material ein Optimum an Stabilität und Widerstandsfähigkeit zu entwickeln. Solche Techniken werden das nächste und die kommenden Jahre entscheidend mitbestimmen, auch wenn sie keinen ‚Knalleffekt‘ entwickeln wie so manche angepriesene, vermeintliche Innovation.

Smarte Produktion: Der Industrietrend für das kommende Jahr

Schon in diesem Jahr wurde auf vielen Fachmessen und Tagungen über das Stichwort „Industrie 4.0“ angeregt diskutiert. Im Kern handelt es sich bei dieser Innovation um Techniken, die nichts weiter versuchen, als den ohnehin fortschreitenden Automatisierungsprozess in industriellen Fertigungsanlagen weiter voranzutreiben. Unternehmer sollten nicht zu schnell auf diesen Trend aufspringen, wenn sie nicht konkret benennen können, welche Vorteile er ihnen verschafft.

Unter Umständen kann es sogar kontraproduktiv sein, angesichts eines veränderten Konsumbewusstseins der Verbraucher auf allzu große Automatisierung und Vereinheitlichung auf Kosten der eigenen Innovationskraft zu setzen. Was die Verbraucher nämlich im kommenden Jahr zu schätzen werden wissen, sind Produkte, die stabil produziert wurden, lang halten und ein ökologisches Bewusstsein vermitteln können.

Solche Produkte gibt es noch nicht in jeder Industriebranche, sie müssen zunächst erdacht, entwickelt und konstant erweitert werden. Die blinde Umstellung auf digitale Technologien kann dabei im Wege stehen. Nichts spricht jedoch gegen eine Rationalisierung der eigenen Produktion mittels digitaler Hilfsmittel, um am anderen Ende wieder Ressourcen für die Produktentwicklung freizusetzen. Der Leitspruch für das kommende Jahr lautet also: Digitalisierung ja, bitte! – Aber nicht ohne konkreten Plan.