IT-Fachkräfte finden – So sollten Unternehmen bei der Personalsuche vorgehen

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Fachkräfte in der Informationstechnik sind zur Zeit so rar wie nie. Umso wichtiger ist es für Arbeitgeber, Strategien zu entwickeln, um die begehrten IT-Spezialisten dort abzuholen, wo sie sich aufhalten. Dieser Text gibt einen kleinen Überblick über Mittel und Wege, IT-Fachkräfte verlässlich zu finden und richtig anzusprechen.

Tipp 1: Stellenanzeigen auf Portalen im Netz

Klar: IT-Spezialisten halten sich viel im Internet auf und werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Stellensuche immer im Netz starten. Allerdings ist es heutzutage gar nicht mehr so einfach, einen Überblick über die verschiedenen Stellenportale zu behalten und überall präsent zu sein. Unter Umständen werden Positionen sogar bereits in sozialen Netzwerken vergeben.

Arbeitgeber sollten somit so breit aufgestellt wie möglich ihre Stellenanzeigen aufgeben. Das kann beispielsweise über sogenannte Multipostings funktionieren. Ein Multiposting meint das gleichzeitige Veröffentlichen von einer Stellenausschreibung auf einer Vielzahl von Portalen. Den richtigen Zuschnitt einer solchen Ausschreibung für die einzelnen Portale – die meist verschiedene Voraussetzungen für Stellengesuche haben – kann unter Umständen eine Agentur übernehmen.

Tipp 2: IT-Fachkräfte schon während ihrer Ausbildung suchen

Viele Studierende in IT-Studiengängen wandern relativ nahtlos von der Uni in die Jobwelt über. Das liegt daran, dass clevere Arbeitgeber die angehenden Fachkräfte bereits während des Studiums an sich binden. Wie gelingt das? Wer einmal ein Blick in ein IT-Institut geworfen hat, der weiß das: Das schwarze Brett hängt voller IT Jobs und verschiedenen Angeboten für Projekte, Hausarbeiten, Nebenjobs oder Praktika bei einschlägigen Unternehmen – nicht selten sogar bereits mit einer vergleichsweise hohen Entlohnung.

Unbezahlte Praktika sind für Studierende der Informationstechnik eher die Seltenheit. Wer in der Lage ist, bereits jungen Menschen während der Berufsausbildung ein überzeugendes Konzept zu präsentieren, wird große Chancen haben, diese Kräfte auch nach Abschluss des Studiums im Unternehmen halten zu können. Voraussetzung dafür ist, dass bereits kleinere Stellenangebote, die sich an die Studierenden richten, ausreichend attraktiv gestaltet sind und mit der Konkurrenz mithalten können.

Tipp 3: Attraktiven Standort vorweisen

IT-Fachkräfte sind in der privilegierten Position, sich durch die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Jobs ohne große Not auf Jobsuche zu begeben. Daher entscheiden sich ITler häufig für Jobs, mit denen sie nicht nur gut bezahlt werden sondern auch in einer attraktiven Gegend wohnen können. Geringe Lebenshaltungskosten sind für IT-Fachkräfte ein untergeordnetes Argument bei der Überlegung, welcher Job für sie infrage kommt.

Überzeugender sind beispielsweise eine lebenswerte Stadt mit umfangreichem Kultur- und Freizeitangebot. Für IT-Unternehmen kann es sich also durchaus lohnen, einen Standortwechsel in Betracht zu ziehen, um auf diesem (Um-)Weg die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen.

Das sollte insbesondere deswegen ins Auge gefasst werden, weil IT Jobs nur sehr selten von einem ganz bestimmten Standort abhängig sind. Wenn der Bewerber den Standort erst auf der Karte nachschlagen muss, könnte das bereits ein Ausschlusskriterium sein.