Was bedeutet der Brexit für die EU-Wirtschaft?

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Die volumenmäßig zweite Volksökonomie will sich von der Europäischen Union trennen. Die Bedeutungen für die Ökonomien der aktuellen EU sind mutmaßlich beeindruckend aber ungewiss. Darauf zurückführbare Wirkungen fanden gewillte Experten bereits, ehe die Entscheidung rechtskräftig war.

Am sensibelsten reagieren die ohnehin in Großbritannien zu bestimmenden Finanzmärkte. Danach zerfällt am raschesten der mühsam zusammengewachsene Arbeitsmarkt. Arbeitskräfte aus dem restlichen EU-Raum brauchen in Zukunft ein Einreisevisum und eine Arbeitserlaubnis für Großbritannien.

Ökonomisch sind weitere Rückschläge zu erwarten. Ausgehend von Zöllen und anderen Handelshemmnissen nimmt der Handel zwischen der Rest-EU und Großbritannien stark ab. Dies wiederum führt zu stagnierendem oder rückläufigem Wohlstand in den dann getrennteren Ökonomien.

Die verbleibende EU ist bedeutendster Wirtschaftspartner

Über Zweifünftel der Exporte aus Britannien nimmt die zusammenbleibende EU ab. Die größten Profiteure der EU ist die Londoner Finanzwelt. Besonders bei den großen Bankgeschäften hat London einen größeren Anteil als die anderen drei großen Bankstaaten gemeinsam. Mehr als das halbe Importvolumen nach Großbritannien stammt aus der verbleibenden EU.

Vorneweg geht dabei die deutsche Automobilindustrie und Pharmaindustrie, deren beste Kunden die Briten darstellen. Schranken des Zolls wirken stets hemmend. Der bayrisch-britische Automobilhersteller Mini hat eine ausgedehnte europäische Lieferkette, die unter dem Brexit unweigerlich zu leiden bekommt.

Auf den Brexit zurückführbare Folgen sind schon vorher sichtbar

Ein schwacher Wechselkurs des Pfund bedeutet teurere Importe, aber auch günstigere Produkte aus Großbritannien in den anderen Volkswirtschaften. Analysten erwarten, dass die Verhandlungen um die konkreten Bedingungen des Brexits unternehmerische Entscheidung verzögert. Eine allgemeine Untersicherheit betrifft alle Teile der Volkswirtschaften. So gab es bereits vor dem Referendum Studien etwa der OECD, die belegen wollen, dass die politische Diskussion um den Brexit und die genauen Bestimmungen des Brexits Europa schwächen.

Auswirkungen der Verhandlungen um den Brexit

Der verbleibenden EU geht es sowohl bei Agrarprodukten als auch bei Produkten des Maschinenbaus deutlich um den Erhalt des Absatzmarktes in Großbritannien. Als wesentlichen treibenden Wunsch sehen EU-Befürworter die Schließung der Grenzen Großbritanniens für kontinentale einwandernde Arbeitskräfte und der offenen Grenzen innerhalb der EU. Diese nehmen Nicht-EU-Mitglieder als Geflogenheit hin für die niedrigen Zollschranken zum EU-Raum.

Großbritanniens Zukunft muss sich also von der dieser Musterstaaten unterscheiden. Im wirtschaftlichen Rangeln sehen viele Experten die Abhängigkeiten Großbritanniens von der EU als schwerwiegender an. Großbritannien muss einen anderen Status bekommen für die Integrität der EU, etwa eine nach den Regeln der Welthandelsorganisation.

EU ohne Großbritannien

Der Haushaltsfinanzierung ist stets in der EU pro Kopf gehalten gewesen. Dies ist von der EU-Einwohnerzahl unabhängig. Allerdings sehen viele Experten dies nicht so. Der Turnaround ist wesentlich, der in unterschiedlichsten Formen berechnet wird. So hat Großbritannien zunächst noch richtig gut Beiträge zu leisten und darf nicht wie erwünscht sofort austreten.

Auch schrumpft vieles, was subventioniert worden ist nicht gleichmäßig mit der Anzahl der steuerpflichtigen Einwohner, obwohl der gesamte Wirtschaftsraum von den Subventionen profitierte. Das fragile Gleichgewicht ist erst aufwendig im Plenarsaal wiederherzustellen.